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Israel

Der Islamist, den Netanjahu braucht

Mansour Abbas, Chef von Israels konservativer islamischer Partei Ra'am, könnte Netanjahu das Premiersamt sichern.
Mansour Abbas, Chef von Israels konservativer islamischer Partei Ra'am, könnte Netanjahu das Premiersamt sichern.APA/AFP/AHMAD GHARABLI
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Mansour Abbas, Chef der arabischen Ra'am-Partei, gilt als Königsmacher bei der Regierungsbildung.

Tel Aviv. Im vergangenen Sommer wurde Nazareth, Israels größte arabische Stadt, von einem Skandal erschüttert: Die Besitzerin einer Tahini-Fabrik hatte Geld für eine Organisation gespendet, die die LGBT-Gemeinschaft unterstützt – in der vorwiegend konservativen arabischen Gesellschaft ein kontroverser Akt. In den sozialen Medien entbrannten Debatten, konservative Muslime riefen zum Boykott der Firma auf. Einige arabische Abgeordnete verurteilten die Hetze gegen die Frau. Ein Politiker jedoch äußerte Verständnis für die Boykotteure: Mansour Abbas, Vorsitzender der islamistischen Ra'am-Partei. „Unsere Position zu Homosexualität wurzelt in der Scharia“, erklärte er. Das islamische Rechtssystem lehne gleichgeschlechtliche Liebe ab.