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Bundesliga

Salzburg besiegte Sturm dank Daka-Hattrick 3:1

Er drückte dem Spiel seinen Stempel auf: Patson Daka vergab sogar die Chance auf ein viertes Match-Tor.
Er drückte dem Spiel seinen Stempel auf: Patson Daka vergab sogar die Chance auf ein viertes Match-Tor.APA/KRUGFOTO
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Es war der drittschnellste Tripplepack in der Bundesliga-Geschichte, Goalgetter Daka vergab sogar einen Elfmeter. Mit dem Sieg gegen Sturm bewahrt Salzburg den Abstand zu Tabellen-Verfolger Rapid.

Fußballmeister Red Bull Salzburg hat am Ostersonntag beim Meistergruppen-Auftakt den alten Abstand zu Rapid bewahrt. Nachdem die Hütteldorfer zuvor beim WAC einen 8:1-Sieg gefeiert hatten, gewann Salzburg dank eines Blitzstarts 3:1 (3:1) gegen Sturm Graz. Dem Torschützen vom Dienst, Patson Daka, gelang bis zur 11. Minute der früheste Hattrick in einem Bundesliga-Match. Salzburg führt die Tabelle wieder vier Punkte vor Rapid an, Sturm liegt als Vierter zehn Punkte dahinter.

Zweimal zeigte sich Sturm in der Red Bull Arena in den ersten fünf Minuten defensiv indisponiert, zweimal schlug Salzburg mit blitzschnellen Umschaltaktionen zu. Wenig später staubte Daka nach einem Eckball zur 3:0-Führung ab - binnen nicht einmal acht Minuten hatte der Sambier dreimal getroffen. Damit gelang ihm auch der drittschnellste Bundesliga-Hattrick in der Geschichte. Schneller waren nur die damaligen Rapidler Hans Krankl 1977 und Christopher Trimmel 2009 gewesen.

Fast im Gegenzug sorgte Amadou Dante (13.) für ein erstes Auflackern der Grazer - es blieb das einzige. Doch auch Salzburg traf in der zweiten Hälfte nicht mehr, obwohl allein Daka mehrere Chancen u.a. vom Elferpunkt hatte. Für Salzburg war es im elften Liga-Spiel im Kalenderjahr der zehnte Sieg. Die einzige Niederlage hatte den "Bullen" am 28. Februar beim 1:2 in Graz Sturm zugefügt.

Daka schaltete zunächst in der 3. Minute am schnellsten und schob den Ball mit dem ersten Kontakt unter dem herausgeeilten Jörg Siebenhandl ins Tor. Den nächsten Angriff lancierte Mergim Berisha mit einem Zuspiel auf Brenden Aaronson, der mit der ersten Berührung von rechts auf die zweite Stange flanke. Dort stand Daka, der den Ball per Hechtkopfball sehenswert im Netz unterbrachte (5.). Nach einem Junuzovic-Eckball von rechts stieg Rasmus Kristensen in der 11. Minute am höchsten, sein Kopfball traf die linke Stange. Von dort prallte die Kugel Daka direkt vor die Füße, der schob ein.

Salzburg blieb die dominante Mannschaft

Im Gegenzug traf Dante (13.) mit einem an sich nicht sonderlich scharfen Schuss von der Strafraumgrenze, der allerdings von Andre Ramalho unhaltbar abgefälscht wurde. Danach fing sich Sturm etwas, Salzburg blieb aber klar die dominante Mannschaft. Kurz vor Pause gab Aushilfs-Rechtsverteidiger Lukas Jäger (43.) mit einem Weitschuss ein Sturm-Lebenszeichen ab - der von ÖFB-Trainer Franco Foda geschasste Cican Stankovic hatte im Tor keine Mühe.

Enock Mwepu (48.) läutete die hochklassige zweite Hälfte mit einem gefährlichen Fernschuss ein, auch Daka (53.) fehlten nach einer gelungenen Kombination mit seinem Landsmann nur Zentimeter. Beim Schuss von Berisha (55.) rettete Jon Gorenc-Stankovic vor der Linie. Nach einem Foul von Jäger an Maximilian Wöber im Strafraum erriet Siebenhandl die Ecke von Elfmeter-Schütze Daka und wehrte ab (70.).

Auf der Gegenseite zeigte Stankovic nach einem Friesenbichler-Kopfball einen Weltklasse-Reflex. Daka (72.) traf dann erneut per Kopf, doch die Abseitsfahne ging hoch. Dem eingewechselten Karim Adeyemi (81.) fehlte im Strafraum die Durchschlagskraft. Nächste Woche kommt es in Wien zum Gipfeltreffen der Salzburger mit Rapid.

Reaktionen

Jesse Marsch (Salzburg-Trainer): "Ich bin sehr zufrieden heute mit der Leistung meiner Mannschaft. Es war ein guter Start, ein guter Auftritt. Spiele gegen Sturm Graz sind immer sehr intensiv, weil sie großen Druck machen. Meine Mannschaft war aber ab der ersten Minute bereit, hat mit den schnellen drei Toren einen super Start hingelegt. Meine Mannschaft war auch sehr konzentriert und aggressiv - so müssen wir weitergehen." Zu Patson Daka: "Gute Spieler machen gute Trainer. Menschlich kann man keinen besseren Jungen finden. Er hat die Mentalität zu einem absoluten Topspieler. Er hat im Grunde genommen fast keine Schwächen."

Christian Ilzer (Sturm-Trainer): "Es war ein hochverdienter Sieg von Red Bull Salzburg. Sie haben uns am Anfang überrannt, danach haben wir das Spiel offenhalten können, es war aber im dann größer werdenden Feld auch noch die eine oder andere große Chance von Salzburg da, dieses Ergebnis klarer zu gestalten. Die ersten zehn Minuten waren wir vom Gefühl noch auf der Autobahn, waren überhaupt nicht bereit für dieses Spiel. Wir sind in der letzten Linie zu wenig konsequent gewesen. In der zweiten Hälfte haben wir ein paar sehr ansehnlich Spielzüge gemacht, wo uns vielleicht der letzte Pass gefehlt hat."

Patson Daka (Hattrick-Torschütze Salzburg/via Sky): "Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll, aber ich bin einfach nur glücklich. Ich hatte einige gute Möglichkeiten und war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Gratulation an meine Teamkollegen, ohne sie hätte ich das nicht geschafft. Ich hatte die Möglichkeit, aus einem Elfmeter ein viertes Tor zu erzielen, aber der Torhüter hat das gut gemacht."

Cican Stankovic (Salzburg-Torhüter/via Sky): "Die ersten Minuten waren Wahnsinn. Sein Hattrick ist jetzt in die Geschichte eingegangen - Gratulation an ihn. Aber das Wichtige ist, dass wir als Mannschaft gewonnen haben. Es ist jetzt nicht so, dass ich kein Selbstvertrauen habe. Ich weiß immer noch, was ich kann. Ich spiele mein drittes Jahr schon bei Red Bull als Stammkeeper, und wenn man hier spielt, muss man ein bisschen Qualität haben. Alles andere ist ein anderes Kapitel."

David Nemeth (Sturm-Verteidiger/via Sky): "Das darf so nicht passieren. Wir sind dann eigentlich wieder gut ins Spiel gekommen, haben auch im Spielverlauf noch gute Chancen vorgefunden. Wenn wir die genutzt hätten, hätten wir die Partie vielleicht noch gedreht. Es liegt auch immer an der Verteidigung, da war ich auch in ein paar Situationen einfach nicht handlungsschnell genug. Da muss ich mich auch selber an der Nase nehmen."

(APA)