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Uriel Orlow betrachtet die Botanik als Bühne für Politik.
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Klima und Kunst

Vienna Biennale for Change: Fürsorge statt Ausbeutung

Die Vienna Biennale for Change 2021 widmet sich dem „Planet Love“. Aber auch andere Initiativen zeigen, dass Nachhaltigkeit im Kulturbereich angekommen ist.

Der Rhonegletscher in den Schweizer Zentralalpen war bis zu Beginn des 20.  Jahrhunderts eine Touristenattraktion: Damals reichte seine eindrucksvolle Zunge noch bis weit ins Tal hinunter. Heute ist der Gletscher vom kompletten Abschmelzen bedroht. Um das Gletschersterben zu stoppen, wird der Rhonegletscher seit einigen Jahren im Sommer mit weißen Planen bedeckt – die Oberfläche der Tücher reflektiert die Sonne eher als die raue Eisoberfläche. Nicht gerade eine Behübschung der Berglandschaft, aber effektiv: Das Eis schmilzt unter den Planen langsamer. Thomas Wrede, Fotograf des MAK, hat diese Low-Tech-Form der Klimafürsorge mit der Kamera eingefangen. Seine Bilderserie ist in der Schau „Climate Care – Stellen wir uns vor, unser Planet hat Zukunft“ zu sehen. „Mit der Ausstellung möchten wir ein neues Mindset transportieren“, sagt Marlies Wirth, eine der Kuratorinnen der Schau. „Der Einzelne kann schon etwas verändern, aber es muss sich auch auf systemischer Ebene etwas tun.“