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Eishockey

Die direkte Marschroute der „Rotjacken“

ICE HOCKEY - ICEHL, KAC vs EC RBS
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KAC zog Salzburg dank ausgezeichneter Paraden von Keeper Sebastian Dahm den Nerv und mit 4:1-Siegen ins Finale ein. Davon träumen auch die Vienna Capitals, wenn kapitale Abwehrfehler gegen HCB Südtirol ausbleiben.

Klagenfurt. Mit einem überraschend schnellen Erfolg über RB Salzburg hat sich der KAC vor dem großen Finale der ICE-Eishockeyliga ein bisschen Erholung verdient. Die Klagenfurter entschieden am Ostermontag mit einem 1:0-Heimerfolg die Halbfinalserie gegen Salzburg mit 4:1 für sich und warten nun auf den Gegner im Finale ab Sonntag (17.30). Der wird zwischen den Vienna Capitals und HCB Südtirol (heute 19.30 Uhr, Puls24, Sky) in Wien oder am Freitag (19.30) in Bozen ermittelt.

Die „Rotjacken“ haben ihre Aufgabe damit nach Wunsch erledigt. Zum dritten Mal in den vergangenen vier vollen Saisonen – die vergangene wurde ja abgebrochen – stehen die vom Finnen Petri Matikainen betreuten Klagenfurter im Finale und haben die Chance, erstmals seit 20 Jahren den Meistertitel zu verteidigen. „Unser Ziel wird es sein, auch die nächste Serie zu gewinnen, aber zuerst hat sich die Mannschaft zwei freie Tage verdient“, sagte Matikainen, der auf Heimstärke, hervorragende „Special Teams“, Eigenbauspieler und die nötige Geduld am Puck setzt. „Es war ein großes Eishockeyspiel von uns, ich bin sehr stolz auf unser Team. Wir haben unser wahres Gesicht gezeigt“, freute er sich.

Schlussmann und Visionen

Die starke Defensive vor Sebastian Dahm, dem zum besten Spieler der Liga gewählten Keeper, der auch im Play-off mit 93,3 Prozent abgewehrter Schusse die Nr. 1 unter allen Stammtorhütern ist, ebneten KAC den Weg ins Endspiel. Die Klagenfurter gewannen alle fünf Play-off-Heimspiele, ließen gegen Salzburg nur einmal mehr als zwei Tore zu und sorgten dafür, dass die Roten Bullen in ihrer 37. Play-off-Serie erstmals mit einem Sieg ausschieden.

Nicht nur in Kärnten regeln und rechtfertigen Erfolge weitere Investitionen. Der Titel könnte endgültig alle Kritiker verstummen lassen, die nach der Verkündung des Umbaus der Messehalle noch aufgemuckt hatten. Die „Heidi-Goëss-Horten-Arena“, Kostenpunkt 8,7 Millionen Euro, lässt Klub, Cracks und Nachwuchs von einer Zukunft mit moderner Infrastruktur träumen. Ist die ab 2023 gegeben, kann Großes entstehen.

Angriff der Vienna Capitals

Die 2:4-Niederlage in Bozen schmeckte Capitals-Coach Dave Cameron überhaupt nicht. Die Südtiroler haben damit heute in Kagran den ersten Matchpuck. „Wir haben es Bozen bei den Gegentoren zu leicht gemacht“, grollte Cameron. Besonders dem Ausgleich zum 2:2 (29.) ging ein Fauxpas voran. Im Powerplay servierte Rafael Rotter dem Gegner im eigenen Drittel die Scheibe. Dass zweimal die Führung verspielt wurde, ist auch kein Ruhmesblatt. (fin)