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Mostviertler „Weg der Genüsse“ für Asketen

Gemütlich stromaufwärts entlang der Traisen
Gemütlich stromaufwärts entlang der TraisenBenedikt Kommenda
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Donau und Traisen wirken am Traisentaler Weinbergradweg erfrischender als die vielen Lokale an der Strecke. Denn die sind im Lockdown.

„Reich an Genüssen aus landschaftlicher, geschichtlicher, kultureller und vor allem kulinarischer Sicht, sollte ein Erkunden dieses Weges unerlässlich sein.“ So wird auf der Website www.traisental.at der Traisentaler Weinbergradweg beworben. Der „Weg der Genüsse“, wie er auch heißt, sollte in Lockdown-Zeiten aber in gestürzter Reihung genossen werden: vor allem der Landschaft halber, am wenigsten wegen der vielen Lokale entlang der Route. Denn die darf man ja nicht betreten.

Erst über Weinberge, dann entlang der Donau und der Traisen
Erst über Weinberge, dann entlang der Donau und der TraisenGrafik: "Die Presse"/Petra Winkler

Ein kleinen Startvorteil im buchstäblichen Sinn bieten die erzwungenen Schließungen, weil der Parkplatz vor dem Stift Herzogenburg gähnend leer ist. Beginnen wir also dort unsere Runde und nehmen wir beim Kreisverkehr, über den wir gekommen sind, die zweite Ausfahrt. Am Spitz danach halten wir uns rechts auf der Kremser Straße. Die verlassen wir, um linkerhand direkt am Schloss Walpersdorf vorbeizuradeln. Danach überqueren wir die Kremser Straße und fahren über Getzersdorf und Reichersdorf nordwärts bis Nussdorf ob der Traisen. Von Ferne grüßt das Stift Göttweig herab. Neben uns sind nur wenige Autos unterwegs, die Strecke ist minimal hügelig, die Weinreben treiben aus. Die Beschilderung „Weinbergweg“ führt uns nach Hollenburg, von wo wir sechs besonders schöne Kilometer der Donau stromabwärts folgen (Donauradweg).

Breit und majestätisch fließt die Donau
Breit und majestätisch fließt die DonauBenedikt Kommenda

In Traismauer drehen wir nach Süden ab und begleiten ab sofort stromaufwärts die Traisen. Nach dem majestätisch breit fließenden Donaustrom wirkt dieser Fluss klein und verspielt, der Radweg zwischen Bäumen und Böschung geradezu heimelig. Ich bin versehentlich schon in Einöd auf das westliche Ufer gewechselt und habe dort erst den bequemen Asphalt vermisst und dann die ungemütliche Traismauerstraße benützt. Nehmen Sie erst die Brücke in Herzogenburg; das Stift ist ohnehin von überall sichtbar und nicht zu verfehlen.

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com