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Champions League

Liverpool droht das kollektive Scheitern

Der Frust von Sadio Mané
Der Frust von Sadio ManéAPA/AFP/GABRIEL BOUYS
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Nach dem Aus in den nationalen Cup-Bewerben sowie Zwischenrang sieben in der Premier League scheint für Liverpool (1:3 bei Real Madrid) auch die Reise in der Königsklasse ein Ende zu nehmen.

Die Revanche für das Finale von Kiew ist missglückt, und die letzte Titelchance rückt für den englischen Meister FC Liverpool in weite Ferne. Trotz der bitteren 1:3 (0:2)-Niederlage bei Real Madrid – genau wie im Champions-League-Finale 2018 – hat Jürgen Klopp die Hoffnung auf das Erreichen des Halbfinales aber noch nicht aufgegeben. „Ich weiß nicht, ob wir es schaffen können“, sagte der Coach zurückhaltend mit Blick auf das Rückspiel nächste Woche, „aber ich kann versprechen, dass wir alles versuchen werden.“

In der Vergangenheit war die Klopp-Elf für Fußballwunder in Anfield berühmt, darunter das legendäre 4:0 gegen den FC Barcelona 2019 nach einer 0:3-Hinspielpleite. In der derzeitigen Verfassung der Reds scheint so ein Ergebnis jedoch unrealistisch. „Wir müssen viel besser spielen als heute“, sagte Klopp. „Und wir können besser spielen.“ Vor allem in der ersten Halbzeit im Alfredo-Di-Stéfano-Stadion hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 3:0-Ligasieg beim FC Arsenal vom Wochenende eine schwache Vorstellung gezeigt. Vinicius Junior (27. Minute) und Marco Asensio (36.) profitierten vom defensiven Chaos. „Wir haben es nicht verdient, heute Abend zu gewinnen“, resümierte Klopp.

Doch es gab noch etwas, das den Coach ärgerte. Nach dem Abpfiff war er zu Schiedsrichter Felix Brych gelaufen, das Wort „unfair“ war zu hören. Ich verstehe nicht, was der Schiedsrichter heute Abend gemacht hat“, erklärte Klopp später. Brych habe ein klares Foul an Sadio Mané nicht geahndet. „Für mich war das etwas Persönliches“, unterstellte Klopp, „denn er hat die Situation mit Sadio bewertet, als wäre es eine Schwalbe oder so. Und wann immer Sadio von da an zu Boden gegangen ist, gab es nichts. Und das ist einfach nicht richtig.“

Real nicht restlos zufrieden

Immerhin gelang den Reds in der zweiten Hälfte eine sichtbare Leistungssteigerung und ein Auswärtstor durch Mohamed Salah (51.), das noch wichtig werden könnte. Der Hoffnungsschimmer durch Salahs Treffer währte keine Viertelstunde, dann stellte Vinicius (65.) die Zwei-Tore-Führung für Real wieder her. Damit waren die Königlichen nicht einmal zufrieden. „Wenn ich ganz ehrlich bin: Das Ergebnis ist in Ordnung, aber es war mehr möglich für uns“, sagte Real-Profi Toni Kroos.

Eine bessere, wenngleich gefährliche Ausgangsposition für das Rückspiel hat Liverpools Ligarivale Manchester City. Die Citizens bezwangen eine gute Dortmunder Mannschaft mit 2:1. Der Siegtreffer durch Phil Foden gelang erst in der 90. Minute.

(dpa)