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Rudern

Lobnig nimmt EM als Standortbestimmung für Olympia

GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber
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Österreichs Ruder-Elite nimmt die EM in Varese mit nur drei Booten in Angriff. In den der Quotenplatz-Regatta verpassten die ORV-Starter das Tokio-Ticket.

Österreichs Ruder-Elite nimmt die Europameisterschaften von Freitag bis Sonntag in Varese lediglich mit drei Booten in Angriff. Weitere drei ÖRV-Besatzungen waren in den Tagen davor ebendort bei der kontinentalen Restquoten-Regatta im Einsatz, der Vierer ohne der Männer muss wegen einer Radverletzung von Ferdinand Querfeld passen. So treten nun Magdalena Lobnig im Einer sowie bei den Männern der noch auf ein Olympia-Ticket hoffende Doppelvierer sowie der LG-Doppelvierer an.

Bei der europäischen Quotenplatz-Regatta für die olympischen Ruder-Bewerbe in Tokio leer ausgegangen. Louise Altenhuber/Valentina Cavallar wurden im Leichtgewichts-Doppelzweier Dritte und verpassten den für die Sommerspiele erforderlichen zweiten Platz um 3,49 Sekunden. Bei den Männern landeten Paul Sieber/Julian Schöberl auf dem vierten Endrang. Lukas Reim wurde im Einer, in dem es noch um drei Japan-Tickets ging, Fünfter.

Lobnig hat als bisher einzige rot-weiß-rote Aktive einen Quotenplatz für die Tokio-Spiele herausgefahren, und zwar schon im Spätsommer 2019 bei den Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim. Die heuer sehr früh angesetzten kontinentalen Titelkämpfe dienen ihr nun primär als Wettkampfvorbereitung auf den Saisonhöhepunkt, sie möchte aber auch ihr Silber der EM vom vergangenen Oktober in Posen erfolgreich "verteidigen" bzw. eine Medaille gewinnen.

"Es wird spannend zu sehen, wo ich stehe", erklärte die 30-Jährige vor der Abreise nach Norditalien. "Es wird auf jeden Fall ein erstes Reintasten, ohne Druck. Ich habe aber auch meine Erwartungshaltung. Wenn es nicht klappen würde, dann wissen wir auch, woran es liegt." Lobnig meinte damit ihre im Dezember erlittene Corona-Erkrankung. "Danach musste ich wieder zu Kräften kommen. Die Form war weg, die ersten Trainings im Trainingslager in Sabaudia im Jänner waren hart." Nun sei sie wieder topfit.

Das bestätigte ÖRV-Nationaltrainer Robert Sens: "Magdalena ist gut drauf. Wobei man klar sagen muss, dass die EM nicht der Zielwettbewerb in dieser Saison ist", betonte der Deutsche. "Die Standortbestimmung ist wertvoll. Erst durch den direkten Vergleich im internationalen Wettbewerb sehen wir, wo wir stehen." Dem Doppelvierer mit Jörg und Armin Auerbach, Thomas Lehner und Julian Brabec bescheinigt Sens professionelle Arbeit: "Sie haben sich ins Team gut integriert."

Für dieses Quartett geht es vom 16. bis 18. Mai auf dem Luzerner Rotsee um eine Olympia-Fahrkarte, ebenso wie für den Vierer ohne. Dem gehört außer Rudolph auch Ferdinand Querfeld an, ebenso wie Christoph Seifriedsberger und Gabriel Hohensasser. Der in Varese antretende Leichtgewichts-Doppelvierer mit Lukas Kreitmeier, Philipp Kellner, Severin Erlmoser und Sebastian Kabbas wiederum spitzt in Varese auf eine Medaille. Vor sechs Monaten in Posen gab es in dieser Klasse für den ÖRV Bronze.