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Royals

Weltweite Trauer um britischen Prinzen Philip

View of Buckingham Palace after Prince Philip has died in London
Blumenandenken vor den Toren des Buckingham-Palasts, der Londoner Residenz der KöniginREUTERS
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Der britische Premier, Boris Johnson, würdigte die Leistungen des Ehemanns der Queen. Trauerbekundungen kamen auch aus der EU.

Der Tod von Prinz Philip, dem Gemahl der britischen Königin Elizabeth II., hat auf der ganzen Welt Trauer ausgelöst. Premierminister Boris Johnson würdigte den in Griechenland geborenen Prinzen in einer Ansprache vor der Residenz des Premiers in der Londoner Downing Street. Zahlreiche Politiker und Würdenträger gedachten des Herzogs von Edinburgh. Dieser war im Alter von 99 Jahren am 9. April auf Schloss Windsor gestorben, wie das Königshaus bekanntgab.

Johnson erinnerte besonders an die militärischen Leistungen Philips im Zweiten Weltkrieg, an seinen jahrzehntelangen Dienst für die britische Monarchie und an sein Engagement für die Umwelt. In dieser Hinsicht sei Philip seiner Zeit weit voraus gewesen, so der britische Regierungschef. Außerdem würdigte er den Herzog als Stütze für seine Frau, die Monarchin, als Ehemann, Vater, Großvater und Urgroßvater. Der konservative Politiker forderte zudem die Bevölkerung auf, an die Trauer der Queen und ihrer Familie zu denken.

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Vor Schloss Windsor in der Grafschaft Berkshire, wo Philip am Freitagmorgen verstorben war, wurden Blumen zum Gedenken an den Prinzen abgelegt.APA/AFP/ADRIAN DENNIS

Johnson betonte, auch dank Philip sei das Königshaus heute "eine Institution, die unbestreitbar bedeutsam für das Gleichgewicht und das Glück unseres nationalen Lebens bleibt".

Van der Bellen unterstreicht Natur-Engagement des Prinzen

Österreichs Bundespräsident, Alexander Van der Bellen, kondolierte der britischen Königin Elizabeth II., und hob dabei vor allem das Umweltengagement des Herzogs von Edinburgh hervor. "Durch seinen leidenschaftlichen Einsatz und seine unermüdlichen Bemühungen für den Natur- und Umweltschutz hat er auch in Österreich ein Erbe hinterlassen, indem er die Schaffung der Österreichischen Nationalparks unterstützte."

Die Nachricht vom Ableben Philips erfülle ihn "mit großer Trauer", betonte der Bundespräsident. "Prinz Philip wird immer in Erinnerung bleiben wegen seines bemerkenswerten Lebens des Dienstes an der Krone und dem britischen Volk während seines langen und bedeutenden Lebens", so Van der Bellen, der sich "zutiefst beeindruckt" von der aktiven Rolle des Prinzen in mehr als 780 wohltätigen Vereinen und Organisationen zeigte. Diesbezüglich hob er vor allem die Präsidentschaft im World Wide Fund For Nature (WWF) zwischen 1981 und 1996 hervor.

"Viele Österreicher erinnern sich auch seiner wiederholten Besuche in Österreich, insbesondere des Königlichen Besuchs im Mai 1969, und haben eine hohe Achtung vor seinem Leben des Dienstes und der Großzügigkeit", so Van der Bellen.

Großes Lob aus der anglikanischen Kirche

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen übermittelte der Königin, ihrer Familie und dem britischen Volk ihr Beileid. Es sei ein "sehr trauriger Tag", schrieb sie auf dem Online-Kurznachrichtendienst Twitter. Der deutsche Außenminister Heiko Maas äußerte ebenfalls sein Beileid und twitterte, Philip habe "ein langes Leben im Dienst seines Landes" gelebt.

Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, würdigte den Herzog in einer schriftlichen Stellungnahme. "Sooft ich ihn getroffen habe, war ich beeindruckt von seiner offensichtlichen Lebensfreude, seinem forschenden Geist und seiner Fähigkeit, mit Menschen jeder Herkunft und jeder Lebenslage zu kommunizieren", schrieb der höchste geistliche Würdenträger der anglikanischen Kirche.

Teil einer Generation, „die es so nicht mehr geben wird“ 

Der australische Premierminister, Scott Morrison, drückte ebenfalls sein Beileid aus. "Fast 80 Jahre lang hat Prinz Philip der Krone, seinem Land und dem Commonwealth gedient", hieß es am Freitag in einer längeren Mitteilung. Der Verstorbene habe eine Generation verkörpert, "die es so nicht mehr geben wird". Morrison erinnerte daran, dass der Herzog von Edinburgh Australien mehr als 20 Mal besucht habe. Königin Elizabeth ist das Staatsoberhaupt des Landes.

Auch die neuseeländische Ministerpräsidentin, Jacinda Ardern, hat der britischen Königsfamilie das Beileid des Pazifikstaats übermittelt. "Unsere Gedanken sind bei Ihrer Majestät der Königin in dieser zutiefst traurigen Zeit", hieß es am Freitag in einer Mitteilung. "Im Namen des neuseeländischen Volkes und der Regierung möchte ich Ihrer Majestät und der gesamten königlichen Familie mein aufrichtiges Beileid aussprechen." Elizabeth II. ist auch das Staatsoberhaupt Neuseelands.

Europas Monarchen trauern

Das schwedische Königshaus reagierte mit großer Trauer auf den Tod von Prinz Philip. "Prinz Philip ist über viele Jahre ein guter Freund unserer Familie gewesen, eine Freundschaft, die wir sehr geschätzt haben", erklärte Schwedens König Carl XVI. Gustaf (74) am Freitag in einer Stellungnahme. Philips Einsatz für sein Land sei ein Vorbild für alle. "Wir sprechen Ihrer Majestät der Königin, der königlichen Familie und der Bevölkerung Großbritanniens unser Beileid aus."

Auch das norwegische Königshaus drückte der britischen Königin Elizabeth II. und ihren Angehörigen sein Beileid zum Tod von Prinz Philip aus. Die Familie von König Harald (84) habe die Botschaft mit großer Trauer erhalten, dass der Gemahl der Queen im Alter von 99 Jahren gestorben sei, teilte der Osloer Hof am Freitag mit. Man sei in Gedanken bei der Königin und ihrer Familie, erklärte Harald. "Unser Beileid gilt auch dem britischen Volk." Wie aus einer Mitteilung des Königshauses hervorging, sollten die Flaggen am Schlossbalkon in Oslo sowohl am Freitag als auch am Tag der Beerdigung auf halbmast gesetzt werden.

(APA/dpa)