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Wohnen im Dachgeschoss

Schräge Schönheiten mit großen Ausblicken

Schöne Aussichten: Wiener Dachwohnung in Nähe Maragretenplatz.
Schöne Aussichten: Wiener Dachwohnung in Nähe Maragretenplatz.Marschall Immobilien
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Ausschließlich gerade Wände stehen oft auf den Must-have-Listen für luxuriöse Wohnungen ganz oben. Es gibt aber auch schöne Lösungen jenseits des 90-Grad-Winkels – man muss sie nur sehen können.

Alle wollen ganz oben wohnen, aber bitte ohne Schrägen. Was in Hongkong oder New York problemlos möglich ist, geht sich aber nun einmal inmitten des Weltkulturerbes und heimischer Bauvorschriften nicht immer aus. Weshalb sich Entwickler, Architekten und vor allem auch Interieurdesigner immer wieder kreative Lösungen einfallen lassen, mit denen es sich auch unter schrägen Wänden nicht nur luxuriös, sondern auch schön wohnen lässt. Potenziellen Käufern erschließt sich das oft nicht auf den ersten Blick, weshalb das Home-Staging bei Objekten mit Schrägen besonders häufig eingesetzt wird.

Denn erst, wenn der massive Esstisch für das gröbere Familientreffen ganz unbedrängt unter der Fensterfront steht, daneben auch noch eine Couchlandschaft, die den Namen verdient, bequem Platz findet – und man sich vorstellen kann, wie man vom Bett aus den Sternenhimmel sehen kann –, entdecken manche, dass Schrägen durchaus spannende Elemente sein können. Drei Beispiele.

Wie luftig das Leben hinter schrägen Wänden und Fensterfronten aussehen kann, zeigt etwa eine Wohnung beim Margaretenplatz, wo bei einer Altbaurenovierung 2018 eine Dachwohnung mit Terrasse und freiem Blick in den Park entstanden ist. Über zwei Ebenen verteilen sich hier 162 Quadratmeter auf vier Zimmer und zwei Bäder. Mit Tischlereinbauten wird hier jeder Quadratmeter sinnvoll genutzt, mit den großen gläsernen Fensterfronten wohnt es sich hell und großzügig. Für die nötige Kühlung bei so viel Glas sorgen ein elektrisch bedienbarer Sonnenschutz an den Fenstern und eine Klimaanlage; auf der Dachterrasse sind dafür ein Sonnensegel und eine Bewässerungsanlage installiert. Erreichbar ist die Dachwohnung sogar im Penthousestil mit einem Lift, der direkt in der Wohnebene endet. Vermittelt wird die Wohnung über Marschall-Immobilien, der Kaufpreis liegt bei 1,54 Millionen Euro.

Wichtig: Jede Ecke nutzen

Schön schräg ist auch eine Dachwohnung beim Modenapark, die in Zusammenarbeit von JP-Immobilien und Conran + Partners entstanden ist. Das „Studio A“-Konzept basiert auf der Idee des optimalen Einsatzes von Raum, wozu beispielsweise eine Einbauküche gehört, die sich perfekt in die Schräge einfügt und so auch noch den letzten Stauraum nutzt. Neben den eigenen Räumen können die Bewohner der Studio-A-Wohnungen auch den Community-Space nutzen, der vom Kinderspielraum über die Gemeinschaftsküche samt Essbereich bis zum ruhigen Hofgarten reicht. In der Dachgeschosswohnung ist aber auch ohne diese Bereiche genügend Platz: Hier verteilen sich vier Zimmer über knapp 127 Quadratmeter, darunter zwei Bäder mit hellgrauem Terrazzo und weißem Marmor; außerdem gibt es eine gut 13 Quadratmeter große Terrasse auf der Wohnebene. Vermittelt wird die Dachwohnung über JP-Immobilien, die Kosten liegen bei 1,59 Millionen Euro.

Zum Mitplanen

Wer noch seine ganz eigene Vorstellungen davon verwirklichen möchte, wie Schrägen und die persönlichen Wohnwünsche zusammengehen, hat dazu derzeit bei einem Dachgeschoss in der Marokkanergasse Gelegenheit. Hier wird ein Dachgeschoss auf einem Eckhaus aus dem Jahr 1898 ausgebaut, das sich aktuell noch im Rohbau befindet. Bis zu sieben Maisonettewohnungen in Größen zwischen 125 und gut 400 Quadratmetern und drei bis acht Zimmern sind hier möglich, je nachdem, ob Einheiten zusammengelegt werden. Außerdem haben alle Einheiten Terrassen zwischen knapp zehn und knapp 40 Quadratmetern. In den Kaufpreisen sind drei Stunden mit dem verantwortlichen Architekten inkludiert, diese liegen zwischen 1,36 und 4,344 Millionen Euro, vermittelt werden sie über Remax Top in Wien. (sma)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.04.2021)