Heimische Wirtschaft

Corona-Krise: Wie die Regierung das Comeback plant

PRESSEKONFERENZ ´AKTUELLES ZU STANDORT UND BESCH�FTIGUNG´: GEWESSLER / BL�MEL / KOCHER / SCHRAMB�CK
PRESSEKONFERENZ ´AKTUELLES ZU STANDORT UND BESCH�FTIGUNG´: GEWESSLER / BL�MEL / KOCHER / SCHRAMB�CK(c) APA (HERBERT NEUBAUER)
  • Drucken

Die Bundesregierung schmiedet einen „Comebackplan“: Man will die Arbeitslosigkeit nahezu halbieren, in den Standort und in klimafreundliche Technologien investieren.

Noch ist zumindest der Osten Österreichs im Lockdown, doch die Bundesregierung plant für die Zeit nach der Corona-Krise: Am Samstag gab es einen Einblick in einen sogenannten Comebackplan, den in erster Linie Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP), Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) erarbeiten sollen. Man wolle nicht nur die Wirtschaft wieder hochfahren, mit dem Fokus auf Vollbeschäftigung und Ökologisierung, hieß es aus dem Bundeskanzleramt. Sondern man wolle auch Lehren aus der Krise ziehen.

Im Bereich Arbeit setzt sich die Regierung das Ziel, dass 500.000 Menschen mehr als jetzt wieder täglich ihrer Erwerbsarbeit nachgehen. Mitte April waren in Österreich 1,2 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Bis wann diese Zahl also nahezu halbiert werden soll, steht bisher nicht im Comebackplan der Regierung.

Die grüne Handschrift zeigt sich im Bereich Ökologisierung und Digitalisierung: Die Regierung will in klimafreundliche Technologien, den öffentlichen Verkehr und digitale Services investieren, außerdem Breitband-Internet im ländlichen Raum ausbauen und das Steuersystem ökologisieren. Auch für die Stärkung des Standorts will die Bundesregierung Anreize setzen, damit sich ausländische Betriebe in Österreich ansiedeln und in Österreich investieren.

Dafür will die Regierung ein Paket im Ausmaß von mehreren Milliarden Euro auf den Weg bringen, nannte aber keine konkreten Zahlen. Das Geld soll sowohl aus dem Recovery Fund der Europäischen Union kommen, als auch durch eine Reihe von nationalen Maßnahmen.

(her)

Mehr erfahren

Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne), Finanzminister Gernot Blümel und Arbeitsminister Martin Kocher (beide ÖVP)
Klausur

Türkis-Grün plant "Sprungbrett" für Langzeitarbeitslose

Die Regierung will Österreich „klimafreundlicher“ gestalten und Unternehmer und Arbeiter „auf den letzten Metern aus der Krise“ unterstützen - etwa mithilfe der Erhöhung der Investitionsprämie.
Regierungsklausur in der Wiener Hofburg: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) (v.l.n.r.)
Regierungsklausur

CO2-Steuer soll 2022 kommen

Die Koalition erhöht die Investitionsprämie auf fünf Milliarden Euro und hofft, damit 55 Milliarden Euro zu bewegen. Beraten werden auch Steuersenkungen im Zuge einer ökologischen Steuerreform im kommenden Jahr.
Vor Beginn der Regierungsklausur gab die Regierungsspitze einige Details zum "Comebackplan" bekannt.
"Comebackplan"

"Wirtschaftlich guten Weg aus der Krise finden": Regierung startet Klausur

Die Regierung ist am Montagnachmittag zu einer zweitägigen Arbeitsklausur zusammengetroffen. Konkret sollen Projekte des sogenannten "Comeback-Paketes" beschlossen werden. Etwa die Erhöhung der Investitionsprämie von drei auf fünf Milliarden Euro.
Neos-Wirtschaftssprecher Schellhorn (li) und SPÖ-Wirtschaftssprecher Matznetter.
Wirtschaftskrise

Comeback-Plan der Opposition: Mehr Arbeitslosengeld, weniger Lohnkosten

SPÖ, FPÖ und Neos vermissen bei der Regierung konkrete Maßnahmen, um die heimische Wirtschaft zu beleben. „Die Presse“ hat bei der Opposition nachgefragt, was sie besser machen würde.
Wenig konkretes Auftakttreffen der Minister Gewessler, Blümel und Kocher (v.l.) zum Comeback-Plan.
Konjunkturprogramm

Comeback mit Steuersenkungen

Die Regierung arbeitet an einem umfassenden Comebackplan, um die Wirtschaft nach der Coronakrise zu beleben. Konkretes gibt es wenig, aber viele gute Vorhaben.

Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.