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Bundesliga

Auf Meisterkurs: Salzburg schüttelt Rapid locker ab

Salzburg jubelt bei Rapid und marschiert dem Titel entgegen
Salzburg jubelt bei Rapid und marschiert dem Titel entgegenAPA/HERBERT NEUBAUER
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Mit dem 3:0-Sieg im direkten Duell enteilten die Salzburger in der Tabelle bereits bis auf sieben Punkte. Die Hütteldorfer waren klar unterlegen, in der zweiten Halbzeit zudem einen Mann weniger.

Die heimische Bundesliga nimmt wieder den bereits gewohnten Verlauf. Salzburg entschied das direkte Duell mit Verfolger Rapid mit 3:0 für sich und eilt angesichts von nun sieben Punkten Vorsprung in der Tabelle dem achten Titel in Folge entgegen.

„Es hat nicht gut angefangen mit der Verletzung, das war bezeichnend für das ganze Spiel. Wir waren die erste halbe Stunde nicht existent, wir haben uns zu wenig zugetraut“, resümierte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer und erklärte den Titelkampf für entschieden. „Sie sind einfach die beste Mannschaft. Bei Salzburg ist es fast schwerer, nicht Meister zu werden.“

Die Punkteteilung hatte Rapid beinahe in Reichweite zur Spitze gebracht, ein 8:1-Kantersieg zum Auftakt der Meistergruppe gegen den WAC sowie die Gewissheit, Dietmar Kühbauer bis 2023 als Trainer zu haben, ließen mit einem grün-weißen Angriff auf die Salzburger Hegemonie spekulieren. Doch daraus wurde nichts, der Serienmeister untermauerte am Sonntag im Allianz Stadion seine Vormachtstellung.

Rapid findet nach frühem Schock nicht ins Spiel

Kaum hatte die Partie begonnen, setzte es den ersten Rückschlag für Rapid. Ercan Kara und Filip Stojkovic krachten mit den Schädeln aneinander (3.). Stürmer Kara konnte mit Turban weitermachen, Rechtsverteidiger Stojkovic versuchte es, musste nach weiteren zehn Minuten aber doch für Thorsten Schick Platz machen. Mit Sicherheit ein Handicap für Kara, der an vorderster Front oftmals auf verlorenem Posten schien. Taxiarchis Fountas rannte viel, nur Zählbares schaute nicht heraus.

Der Bezeichnung Schlager wurde das Geschehen auf dem Platz nicht gerecht, wenngleich Salzburg mehr Nachdruck zeigte. Bei einem Lochpass enteilte Patson Daka seinen Bewachern, bezwang auch Torhüter Richard Strebinger, doch es zählte nicht – eine falsche Abseitsentscheidung (11.). Es passte zum Spiel, dass die Führung schließlich aus einem Standard fiel. Mateo Barac verschuldete unnötigerweise einen Eckball, diesen köpfelte Enock Mwepu erst an die Latte, ehe im Fünfer Andre Ramalho gedankenschneller als die Rapid-Abwehr war und zum 1:0 einschoss (36.).

Harter Ausschluss als Vorentscheidung

Ernüchternden 45 Minuten ohne grün-weißen Torschuss folgte mit Wiederanpfiff der nächste Rückschlag für die Hausherren. Maximilian Hofmann sah Rot für einen maximal leichten Kontakt an Daka, eine sehr harte Entscheidung. Damit war Rapids Schicksal besiegelt, allein Salzburg nutzte seine Chancen auf einen noch höheren Erfolg zunächst nicht. Denn Barac rettete gegen Brenden Aaronson vor der Linie (52.), Strebinger hielt gegen Mergim Berisha (56.). Ein Weitschuss von Enock Mwepu fand ins Netz, zählte aber nicht, weil Schiedsrichter Manuel Schüttengruber irrte und eine Berührung des im Abseits befindlichen Karim Adeyemi gesehen haben wollte (79.).

Rapid verlor mit Barac auch noch den zweiten Innenverteidiger verletzungsbedingt (68.) und trat offensiv nur einmal nennenswert durch einen Schuss von Kelvin Arase in Erscheinung. Die Abwehr zeigte währenddessen Auflösungserscheinungen, die Adeyemi spät, aber doch noch bestrafte. In der Nachspielzeit schnürte der Deutsche seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga, traf zuerst nach Steilpass (93.) und schließlich nach Flanke per Kopf zum 3:0-Endstand (95.).

„Ein ganz wichtiger Sieg“, meinte Andre Ramalho, der aber noch nicht von der Meisterschale reden wollte. „Es ist ein guter Vorsprung, aber wir bleiben auf dem Boden.“

(swi)