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Ernährungswissenschaft

An Fressattacken ist nicht Stress schuld

Was macht uns am Buffet hemmungslos? Nicht der Stress, sagen Forscher.
Was macht uns am Buffet hemmungslos? Nicht der Stress, sagen Forscher.Clemens Fabry
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Etliche Menschen leiden unter Kontrollverlust bei Tisch. Eine gängige Erklärung dafür ist, dass Stress die Selbstkontrolle herabsetze. Experimente an der Uni Cambridge sprechen gegen diese These.

„Angst, Wut, Enttäuschung, aber auch Stress oder Langeweile lassen die Betroffenen wie unter Zwang zum Essen greifen“: Dieser Satz aus einer der grassierenden Populärmedizin-Seiten im Internet ist typisch. Nämlich für die hilflosen Erklärungen für das, was man auf Englisch – in einer Variation des Ausdrucks „binge-drinking“ (von „binge“, Saufgelage) – als „binge-eating“ bezeichnet, auf Deutsch weniger elegant als Fressattacke. Stress ist immer dabei, oft wird auch das Hormon Adrenalin erwähnt, ungeachtet der Tatsache, dass dessen Ausschüttung durchaus nicht den Appetit fördert, sondern eher Kampf- oder Fluchtverhalten auslöst.