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Türkei: "Berlin und Paris fürchten unseren EU-Beitritt"

Türkei:
Ali Babacan(c) REUTERS (Herwig Prammer)
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"Wenn die Türkei ein Mitglied der EU wird, wird sie nicht in zweiter Reihe stehen", sagt der türkische Vizepremier Babacan. Deshalb seien Deutschland und Frankreich "recht nervös".

Nach Ansicht der Türkei fühlen sich Deutschland und Frankreich von den EU-Beitrittsplänen des überwiegend muslimischen Landes bedroht. "Wenn die Türkei ein Mitglied der EU wird, wird sie nicht in zweiter Reihe stehen, und das ist einer der Gründe, warum Länder wie Deutschland und Frankreich recht nervös über unsere Mitgliedschaft sind", sagte Vize-Ministerpräsident Ali Babacan am Mittwoch in New York.

Dabei würde die Europäische Union durch eine Mitgliedschaft der Türkei international an Bedeutung gewinnen, so Babacan: "Das Gewicht der europäischen Wirtschaft in der Welt ist geschrumpft und wird weiter schrumpfen. Nur mit einer Erweiterung wird die EU in der Lage sein, Macht und Einfluss zu bewahren".

Die Beitrittsbemühungen der Türkei stoßen innerhalb der EU auf Widerstände. Zu den Gründen gehören die Lage der Menschenrechte in der Türkei sowie das Zypern-Problem. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte am Dienstag, Schwierigkeiten bereite auch die ablehnende Haltung zur Einwanderung in einigen EU-Staaten.

(Ag.)