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Quergeschrieben

Von der Monarchie über die Demokratie in den Bürgerkrieg

Mit der Gründung der Spanischen Republik begann vor neunzig Jahren eine gewaltsame Revolution, auf die eine noch brutalere Gegenrevolution folgte.

Vor 90 Jahren, am 14. April 1931, ging der spanische König Alfons XIII. nach Paris ins Exil. Am selben Tag wurde die Republik proklamiert. Konservative und Royalisten waren schwach, und es fehlte ihnen auch der Wille, das diskreditierte Ancien Régime zu verteidigen. Das neue Regime stellte längst überfällige politische und soziale Reformen in Aussicht. Zum ersten Mal bekam Spanien eine Demokratie, die auf dem allgemeinen Wahlrecht basierte und den Schutz der Bürgerrechte versprach.
In Wirklichkeit war diese „nicht sehr demokratische Demokratie“, wie sie der Historiker Javier Tusell nannte, nur die erste Etappe in einer Revolution, die sich immer rascher radikalisierte und schließlich in einen Bürgerkrieg mündete, der Deutschland, Italien und der Sowjetunion die Möglichkeit zur Intervention bot.