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TV-Notiz

Werner Kogler in der "ZiB 2": Wie lange hält die Regierung?

Kogler zur Zusammenarbeit mit der ÖVP - und dem angehenden Minister Wolfgang Mückstein.
Kogler zur Zusammenarbeit mit der ÖVP - und dem angehenden Minister Wolfgang Mückstein.(c) Screenshot ORF
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Der Vizekanzler musste sich ungeduldigen Fragen zur Haltbarkeit der Koalition stellen. Sein "Wir wollen ja zusammenarbeiten und nicht gegeneinander" bekam von Armin Wolf wohl nicht die volle Punkteanzahl.

Rudolf Anschober hat bei seiner gestrigen Rücktrittserklärung vielen gedankt, die ÖVP allerdings hat er nicht erwähnt. Jedenfalls nicht positiv. Was das über den Grünen Gesundheitsminister im Allgemeinen und über die Regierungsarbeit im Besonderen aussagt, fragte der ORF gestern mehrmals. Tagsüber das eigene Personal und spätabends schließlich Vizekanzler Werner Kogler in der "ZiB 2". Erwartbar eigentlich, schließlich steht das Rätselraten über den Zustand einer Koalition in Österreich im journalistischen Beliebtheitsranking von jeher ganz oben.

Kogler konnte oder wollte seinen Grant angesichts der ungeduldigen Fragen von Armin Wolf trotzdem nicht verstecken. Dabei wäre ein wenig Humor angesichts der verstolperten Frage zur Regierungsstabilität auch angebracht gewesen: "Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Regierung tatsächlich fünf Tage hält?", fragte Wolf bitterernst. Doch Kogler ließ seine Chance, lauthals "hundert Prozent" zu rufen, ungenutzt, ignorierte den Tage-statt-Jahre-Versprecher und antwortete mit einem trockenen "Ich gehe davon aus, dass diese Koalition wirklich noch lange arbeiten wird, am besten die ganze Legislaturperiode". Nun ja, zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Gespräch auch schon geradezu verhärtet.

Zusammengefasst: Kogler zufolge ist die Zusammenarbeit in der Koalition "insgesamt gut". Es habe in verschiedenen Phasen unterschiedliche Einschätzungen zu verschiedenen Fragen gegeben, aber "im Ergebnis seien es immer gemeinsame Entscheidungen gewesen". Und: "Wir wollen ja zusammenarbeiten und nicht gegeneinander". Eine Aussage, der Wolf wohl nicht die volle Punkteanzahl gab, er wollte sie nicht so stehen lassen. Und brachte etwa mediale Zitate von "Hauen und Stechen wie in den schlimmsten Zeiten von Rot und Schwarz“ (© Thomas Hofer). Der Vizekanzler verteidigte und argumentierte zunehmend unwillig.

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