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Winzer

Wiener Wein darf nicht „Schluckimpfung“ heißen

Die Bundeskellereiinspektion hat die Flaschen beschlagnahmt.Lenikus
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Weinflaschen des Wiener Weinguts Lenikus, die als Gag mit dem Etikett „Schluckimpfung“ verkauft wurden, wurde beschlagnahmt.

Das Wiener Bioweingut Lenikus hat im März zwei seiner Weißweinsorten als „Wiener Jaukerl“ und „Schluckimpfung“ auf den Markt gebracht – als (PR-)Gag in Coronazeiten, mit dem man „einen kleinen Schmunzler in die Gesichter der Menschen bringen“ wollte.

Manche mögen diese Wortspiele witzig finden, andere weniger. Die zum Landwirtschaftsministerium gehörende Bundeskellereiinspektion fand die Aktion etwa weniger gelungen – sie hat nach Angaben des Weinguts den gesamten Vorrat der Weinsorte „„Schluckimpfung“ beschlagnahmt. Die Begründung: Die Bezeichnung „Schluckimpfung“ sei eine „gesundheitsbezogene Angabe“.

Rechtsmittel angekündigt

„Auf Nachfrage war es nicht möglich, vom Ministerium nähere Informationen zu dieser gesetzwidrigen Vorgangsweise zu erhalten. Im Weingesetz finden sich dazu jedenfalls keine einschlägigen Bestimmungen“, heißt es in einer Aussendung von Lenikus. „Das Bioweingut Lenikus wird daher selbstverständlich alle Rechtsmittel ergreifen“.

Gegen das „Jaukerl“ (wienerisch für Spritze) gab es keine Einwände. Weshalb es auch weiter im Webshop verfügbar ist. Ebenso die Sorte „Schluckimpfung“ – allerdings wurde das heikle Wort „Impfung“ nun mit einem „Zensuriert“ überklebt

(red.)