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Hooping

Der Hula Hoop als neuer Fitnesstrend

Hooping als neuer Trendsport
Hooping als neuer TrendsportReuters
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Beine schulterbreit, Bauch anspannen und los. Ein alter Reifen feiert seine nächste Auferstehung.

Ostern ist vorbei, der Hula Hoop ist dennoch wieder auferstanden. Das tut er verlässlich alle Jahre wieder. Aktuell hat sich das einstige Spielzeug zum Lockdown-Fitnesstrend schlechthin entwickelt. Die Verbraucherseite „vergleich.org" sieht seit Ende 2019 die Online-Nachfrage nach Hula-Hoop-Reifen gar „um über fünftausend Prozent gesteigert". Das Hooping feiere demnach ein grandioses Comeback. Mit an Bord sind auch diverse reichweitenstarke Persönlichkeiten aus den Sozialen Medien. 

Das Reifentraining verspricht jedenfalls einen flachen Bauch und eine schlanke Taille. Viele Prominente haben sich bereits in früheren Jahren als begabte Anhänger geoutet: Sängerin Beyoncé, Schauspielerin Brie Larson, Model Angelina Kirsch oder die ehemalige US-amerikanische First Lady Michelle Obama sollen regelmäßig ihre Hüften kreisen.

Hullert mit Leichtigkeit: Michelle Obama
Hullert mit Leichtigkeit: Michelle Obama(c) REUTERS (Larry Downing)

Erfunden wurde der Hula Hoop 1958 von dem Amerikaner Richard Knerr. Zusammen mit seinem Schulfreund Arthur Melin hatte Knerr in den 50er-Jahren in einer Garage die Spielzeugfirma Wham-O gegründet, die billiges Plastikspielzeug zu weltweiten Rennern machte. Ihre Geschäftsidee: acht bis zwölf einfache Produkte im Angebot zu haben, die für das Fünffache ihres Herstellungspreises verkauft werden können.

Kurzfristig ging die Idee auf. Im ersten Jahr wurden 40 Millionen Stück verkauft, bis 1960 waren es schon 100 Millionen. Danach ging das Interesse zurück und die beiden Freunde blieben auf Millionen von bunten Plastikreifen sitzen und hatten am Ende nur 10.000 Dollar (6815 Euro) verdient. Die etwa zeitgleich produzierte Frisbee-Scheibe machte den Schaden wieder wett.

Unnützes Wissen

2013 wurde ein neuer Weltrekord im Hula-Hoop in Thailand aufgestellt worden. 4483 Teilnehmer ließen in Bangkok ihre Plastikreifen gleichzeitig sieben Minuten lang kreisen.

2012 ging in Berlin das erste Hula-Hoop-Festival "Hoopurbia" über die Bühne. Veranstaltet wurde es von der Kanadierin Rebecca Halls alias Beka Hoop, die zehn Jahre zuvor schon die Hooping-Szene in ihrer Heimat Vancouver Island mitbegründet hatte.

1996 schwang Brüssels bekanntester Brunnen "Manneken-Pis" - ein urinierendes Männchen aus Bronze - zu Ehren des amerikanischen Schauspielers Tim Robbins einen Hula Hoop-Reifen.

(sh)