Coronavirus

2678 Neuinfektionen, Zahl der Intensivpatienten geht nur langsam zurück

Mit 577 Intensivpatienten gibt es um neun weniger als noch am Mittwoch. Dennoch ist das Niveau noch sehr hoch. Im Burgenland gibt es abermals einen neuen Höchststand.

Die höchst angespannte Situation in den österreichischen Spitälern, und da vor allem in den ostösterreichischen, entspannt sich nur langsam. Nach den Zahlen des Gesundheits- und Innenministeriums sind am Donnerstag (Stand 9.30 Uhr) 577 Covid-19-Patienten auf den heimischen Intensivstationen gelegen, um neun weniger als am Mittwoch. Insgesamt befanden sich 2.197 Patienten mit einer Erkrankung am Coronavirus im Spital, um 103 weniger als am Vortag.

Auch in den östlichen Bundesländern, seit dem 1. April im Lockdown, entspannt sich die Situation nur schleppend. In Niederösterreich waren es um vier weniger als Vortag, insgesamt lagen dort 123 Menschen mit Covid-19 auf einer Intensivstation.

Keine Entspannung in Wien

Wien wies am Donnerstag 221 Intensivpatienten mit einer Covid-Erkrankung auf, um zwei weniger als am Mittwoch. Das Niveau bleibt aber weit über dem der zweiten Welle vom vergangenen Herbst.

Wenn man sich die Entwicklung der Patientenzahlen über einen längeren Zeitraum ansieht, dann sind auch diese im Moment rückläufig. Insgesamt befinden sich derzeit um 5,2 Prozent weniger Menschen aufgrund einer Coronavirus-Infektion im Spital (minus 39 Personen) als noch vor einer Woche, auf Intensivstationen um 0,9 Prozent weniger (minus zwei Personen).

Der Wiener Gesundheitsverbund spricht vorerst aber nicht von einer wirklichen Entspannung - dafür seien die Patientenzahlen noch zu hoch. Auch in der vergangenen Woche wurde an einigen Tagen ein Rückgang auf den Intensivstationen verzeichnet, bevor die Zahl wieder in die Höhe schnellte. Der bisherige Belagshöchststand im Intensivbereich seit Beginn der Pandemie wurde erst diese Woche, am Montag, mit 245 Intensivpatienten verzeichnet

Dennoch gab sich ein Sprecher über den Patientenrückgang hoffnungsfroh: "Sollten diese Zahlen der Beleg dafür sein, dass sich die Menschen an die Maßnahmen halten, dann ist das sehr begrüßenswert und wir hoffen, dass sich die Leute auch weiterhin konsequent an die Maßnahmen halten. Dann werden wir den Abwärtstrend in den Covid-Belagszahlen auch dauerhaft sehen."

Neuer Höchststand im Burgenland

Im Burgenland, das die Verlängerung des Lockdowns bis Anfang Mai in Ostösterreich nicht mitträgt, wurden mit 28 ein neuer Höchstwert an Intensivpatienten verzeichnet. Den höchsten Rückgang gab es in Oberösterreich mit sechs weniger als am Mittwoch (64 Intensivpatienten insgesamt), den höchsten Zuwachs in Tirol mit fünf mehr (36 insgesamt). Damit war der Rückgang in den vergangenen sieben Tagen in Österreich marginal: Pro Tag waren es um rund 0,2 Prozent weniger Covid-Patienten in Intensivbetreuung als am Vortag.

In den vergangenen 24 Stunden kamen österreichweit 2.678 Neuinfektionen dazu. Das lag über dem Durchschnitt der vergangenen sieben Tage, der 2.567 Neuinfektionen pro Tag auswies. Seit Beginn der Pandemie wurden 586.883 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen, in den vergangenen sieben Tagen kamen 17.969 dazu.

Inzidenz sinkt leicht

Die Sieben-Tages-Inzidenz - die Zahl der Infektionen pro Tag pro 100.000 Einwohner im Schnitt der vergangenen sieben Tage - lag landesweit mit 201,9 geringfügig niedriger als am Mittwoch (204,4). Regional betrachtet, gab es in Wien einen Rückgang von 253,5 auf 234,6, im Burgenland von 180 auf 171,9. In Niederösterreich, dem dritten Lockdown-Bundesland, stieg dieser Wert hingegen von 190,9 auf 196,5. Laut Prognose-Konsortium sollte die INzidenz aber in der nächsten Woche in ganz Österreich sinken - außer in VOrarlberg. Den mit Abstand höchsten Wert weist Osttirol auf: Die Sieben-Tages-Inzidenz im Bezirk Lienz lag laut AGES-Dashboard bei 439,1. Dort wurde nun auch eine Ausreisetestpflicht eingeführt.

Die Zahl der an oder mit dem Coronavirus Verstorbenen seit Beginn der Pandemie überstieg am Donnerstag in Österreich erstmals die 9.800 und liegt nun bei 9.813. Gegenüber Mittwoch kamen um 34 Opfer dazu, in den vergangenen sieben Tagen waren es im Schnitt pro Tag 32 Corona-Tote mehr. Sollte der Trend unvermindert weitergehen, ist für Anfang oder Mitte kommender Woche zu befürchten, dass mehr als 10.000 Menschen in Österreich der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen sein werden.

Knapp 30.000 aktiv Infizierte

Die Zahl der aktiv Infizierten stieg gegenüber Mittwoch leicht und lag am Donnerstag bei 29.466. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage gab es aber um 597 Infektionen pro Tag weniger. Seit Beginn der Pandemie sind mittlerweile 547.604 Menschen von einer Infektion mit dem Coronavirus wieder genesen. In den vergangenen 24 Stunden kamen 308.943 Antigen- und PCR-Tests dazu, davon waren 71.287 die aussagekräftigen PCR-Tests. 4,1 Prozent von ihnen waren positiv.

Die meisten Neuinfektionen kamen in Wien mit 662 dazu, in Oberösterreich waren es 555, in Niederösterreich 460. In der Steiermark wurden 261 weitere Infektionen mit dem Coronavirus registriert, in Tirol 247,in Salzburg 157, in Kärnten 155 und in Vorarlberg 112. Burgenland blieb als einziges Bundesland mit 69 im zweistelligen Bereich.

Laut E-Impfpass sind in Österreich bis inklusive Mittwoch 2.263.713 Impfungen durchgeführt worden. In 24 Stunden kamen 60.096 Stiche dazu, in den vergangenen sieben Tagen waren es 372.542 Impfungen. Damit waren 1.605.395 Menschen oder 18 Prozent der Einwohner geimpft. Von ihnen haben 658.318 bereits beide Teilimpfungen erhalten. Damit sind 7,4 Prozent der Österreicher vollimmunisiert.

(APA)

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