Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Die Stadt erwacht langsam aus dem Schockzustand des vergangenen Jahres. Bub im Domino Park, Brooklyn.
Premium
Porträt

Rabbinerin Timoner tröstet via Zoom

„Bei den Begräbnissen mussten die Menschen  mit ihren Händen die Erde umgraben. Das passt zur jüdischen Tradition, war aber trotzdem hart.“ Schaufeln galten nämlich als potentiell infektiös. Eine Rabbinerin über jüdisches Leben in New York während der Pandemie.

Manchmal, sagt sie, zitterte ihre Stimme. „Oder ich dachte, ich würde zusammenbrechen. Aber ich wusste, dass mich die Gemeinde brauchte. Als die Pandemie heranrollte, war für mich klar, dass ich der Fels in der Brandung sein musste.“ Rachel Timoner ist Oberrabbinerin der Kongregation Beth Elohim, einer Synagoge in Park Slope im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Als sich das Coronavirus im März und April des vergangenen Jahres mit atemberaubender Geschwindigkeit in der Stadt ausbreitete, hielt sie Pessach-Seder, Sabbat-Gottesdienste und Begräbnisse über Zoom ab. Die ungefähr 1000 Familien und unterschiedliche Altersgruppen umfassende Gemeinde von Beth Elohim hielt in der Krise zusammen: „Unser Volk hat Schlimmeres erlebt. Wir schaffen das. Wir müssen nur zu Hause bleiben und uns so gegenseitig schützen.“