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Psychische Gesundheit

Wenn es nicht mehr geht

Wenn die Balance zwischen Sinn und Anerkennung einer Arbeit, Machbarkeit, aber auch Erholung nicht stimmt, steigt die Gefahr für Burn-out.
Wenn die Balance zwischen Sinn und Anerkennung einer Arbeit, Machbarkeit, aber auch Erholung nicht stimmt, steigt die Gefahr für Burn-out.Getty Images
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Der scheidende Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat mit seiner Rücktrittsrede zur Enttabuisierung von Erschöpfung, Überlastung und Folgen wie Burn-out beigetragen.

Burn-out ist ein schwammiger Begriff. Einer aber, der es in die Alltagssprache geschafft hat und der generell dafür eingesetzt wird, wenn es zu viel wird, wenn es plötzlich nicht mehr geht. Und auch einer, der die Voraussetzung impliziert, dass man vorher ordentlich gebrannt haben muss, was sich gemeinhin mit „zu viel gearbeitet“ übersetzen lässt. Dass sich der Begriff Burn-out überhaupt etabliert hat, sagt viel darüber aus, wie wir mit Belastungen, Überlastungen, Erschöpfung und den Folgen daraus umgehen.

Wobei nicht nur in der Alltagssprache der Begriff vielfältig eingesetzt wird. Auch die Fachwelt muss weit ausholen, um Burn-out zu erklären. Handelt es sich dabei doch um keine Krankheit an sich, aber eine Zusatzdiagnose, die ein Krankheitsbild umschreiben kann (siehe Halbspalte).
Fakt ist, dass der scheidende Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit seinem Rücktritt und vielmehr der Begründung dafür einen neuen Anstoß zum Umgang mit Belastung, Überlastung, Erschöpfung und auch Burn-out gegeben hat. Wobei Anschober explizit seinen Rücktritt nicht mit Burn-out begründet hat, sondern mit der Überlastung. Aber wenn ein Minister öffentlich sagt, dass er sich nicht kaputtmachen will, dass er die Zeichen seines Körpers ernst nimmt, und eingestehen muss, dass er nicht mehr zu 100 Prozent fit ist, dann sind das doch recht neue Töne, die auch eine Signalwirkung haben.