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Vorarlberg

Ausreisetestpflicht für den Bregenzerwald und Salzburger Gemeinden

20210322 Adjustments of Corona measures. Talks with experts - opposition - state governors - Presentation of results VIE
Markus Wallnerimago images/SEPA.Media
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Eine Geburtstagsfeier soll einen großen Cluster in der Vorarlberger Region ausgelöst haben. In Salzburg haben Inzidenzen über 700 zu Maßnahmen geführt.

In der Vorarlberger Talschaft Bregenzerwald gilt beginnend ab Mittwoch (0.00 Uhr) eine Ausreisetestpflicht. Sie wird für mindestens sieben Tage aufrechterhalten. Das hat Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Montag bekannt gegeben.

Die Infektionszahlen sind in einzelnen Gemeinden des Bregenzerwalds zuletzt in die Höhe geschnellt, Auslöser waren private Treffen. So berichtet die Zeitung „Vorarlberger Nachrichten“ von einer großen Geburtstagsfeier in dem Ort Lingenau ohne Corona-Regeln, der einen nicht unerheblichen Cluster ausgelöst haben soll. So wurden von Contact-Tracern Infektionsfälle in 13 Familien auf diese Feier zurückgeführt. Doch auch in anderen Gemeinden des Bregenzerwaldes sind die Zahlen vor kurzem empfindlich gestiegen.

Für den Vorarlberger Landeshauptmann Wallner „alles kein Grund zur Beunruhigung." Man wolle den Vorarlberger Weg konsequent fortsetzen, sagte der am Montag.

Wie im Leiblachtal werde man genügend Testmöglichkeiten zur Verfügung stellen, wurde betont. Etwa 7.000 Personen pendeln täglich vom Bregenzerwald ins Rheintal, etwa 1.500 Personen in die Gegenrichtung. Wallner zeigte sich optimistisch, dass innerhalb weniger Tage eine deutliche Verbesserung der Situation eintreten könne. Als Hotspots galten Lingenau (25 Fälle bei 1.535 Einwohnern), Schwarzenberg (21 Fälle bei 1.826 Einwohnern), Andelsbuch (27 Fälle bei 2.634 Einwohnern), Alberschwende (21 Fälle bei 3.233 Einwohnern) und Egg (23 Fälle bei 3.610 Einwohnern).

Ausreisebeschränkungen auch in Salzburg

Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen hat auch das Land Salzburg für die Gemeinden Großarl und Hüttschlag im Großarltal (Pongau) und für Straßwalchen (Flachgau) eine Ausreisebeschränkung bis 2. Mai, 24.00 Uhr verfügt. Die verpflichtenden Ausfahrtests gelten für das Großarltal ab Mittwoch, 21. April, 6.00 Uhr und für Straßwalchen ab Donnerstag, 22. April, 6.00 Uhr. Die Ausfahrtskontrollen übernimmt die Polizei und das Bundesheer.

Mit Stand von heute, Montag, 8.30 Uhr wies Straßwalchen eine Sieben-Tages-Inzidenz von 645 auf. In den Gemeinden Großarl und Hüttschlag betrug die Sieben-Tages-Inzidenz 700, wobei Großarl einen Wert von 714 und Hüttschlag einen Wert von 658 hatte. "Man sieht einfach deutlich, dass diese drei Gemeinden ein sehr dynamisches Infektionsgeschehen aufweisen", erläuterte der Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp, in einer Aussendung des Landes Salzburg.

"Wir beobachten die Infektionslage seit einiger Zeit im Großarltal und in Straßwalchen genau und haben uns nun in Absprache mit den Gesundheitsbehörden sowie den Bürgermeistern für Ausreisebeschränkungen entschieden, um die Neuinfektionen einzudämmen", erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer. "Zuletzt hat sich im Gasteinertal gezeigt, dass diese sehr effektiv sind."

Die verschärften Maßnahmen würden wieder eine große Herausforderung für alle betroffenen Gemeindebürger, Pendler und all jene sein, die mithelfen. "Wie schon im Gasteinertal, Radstadt und Muhr machen wir das sehr regional, weil sich diese Methode als äußerst wirkungsvoll erwiesen hat", so Haslauer.

Personen ab 15 Jahren müssen beim Verlassen dieser drei Gemeinden entweder einen PCR- oder einen Antigen-Schnelltest vorweisen. Von der Testpflicht ausgenommen sind unter anderen der Güterverkehr, Durchreisende ohne Zwischenstopp und Personen, die in den vergangenen sechs Monaten eine Covid-19-Infektion durchgemacht haben und diese mittels ärztlicher Bestätigung nachweisen können. Aufgrund der neuen Situation werden in Großarl und in Straßwalchen fixe Teststationen eingerichtet.

(APA)