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Leitartikel

Die grüne Alternative zur schwarzen Chaostruppe

APA
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Die deutsche Öko-Partei stilisiert sich, beflügelt vom Zeitgeist, als Gegengewicht zur Union. Zumindest die Debatte in der K-Frage lief modellhaft.

Um 11.03 Uhr stieg über einer stillgelegten Fabrikhalle in Berlin-Tempelhof gleichsam weißer Rauch auf, und Robert Habeck überbrachte die Botschaft – wie zuvor angekündigt – mit demonstrativem Frohsinn und Souveränität: Habemus Candidatum – allerdings in der weiblichen Form. Als der Co-Chef der Grünen zu seiner leicht philosophisch verbrämten Präsentation anhob, war klar, dass die Wahl der Kanzlerkandidatin auf seine Kollegin Annalena Baerbock gefallen war. Als Frau hatte sie das Zugriffsrecht bei der Öko-Partei auf die Nummer eins, und die 40-Jährige packte mit beiden Händen zu.