Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Nutzfahrzeuge

Geschäft der Mutter von MAN Steyr läuft überraschend gut

REUTERS
  • Drucken

Die VW-Nutzfahrzeugeholding Traton schraubt nach einem guten ersten Quartal die Gewinnerwartung nach oben. Das erfreut Aktionäre. 2300 Beschäftigte in Steyr hingegen bangen um ihre Jobs.

Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton, die auch das von der Schließung bedrohte MAN-Werk in Steyr betreibt, blickt nach einem überraschend guten Jahresstart etwas optimistischer auf 2021. Die operative Umsatzrendite dürfte nun bei fünf bis sieben Prozent liegen, teilte das Unternehmen am Montagabend in München mit. Bisher war Traton von fünf bis sechs Prozent ausgegangen.

In der Prognose seien keine Aufwendungen und Ausgaben für das Restrukturierungsprogramm von MAN Truck & Bus sowie aus der geplanten Übernahme des US-Lastwagenbauers Navistar enthalten, hieß es weiter. Die Pandemie und die damit verbundenen Gegenmaßnahmen der jeweiligen Länder sowie mögliche Auswirkungen auf Produktion und Lieferketten sorgen laut Traton noch immer für Unsicherheit.

Vorläufigen Zahlen zufolge lag der Umsatz der Holding im ersten Quartal bei 6,5 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis habe bei 510 Millionen Euro und die bereinigte operative Umsatzrendite bei 7,9 Prozent gelegen. Der Aktienkurs legte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um viereinhalb Prozent zu.

Die Ergebnispräsentation erfolgte wenige Stunden, nachdem im MAN-Werk Steyr mit den Verhandlungen über einen Sozialplan für die Belegschaft begonnen wurde. Ein Knackpunkt dabei sind die unterschiedlichen Auffassungen darüber, ob die Standortgarantie, die MAN aufgekündigt hat, immer noch gültig ist. Nachdem ein mit massiven Einschnitten und Einkommensverlusten verbundener Einstieg des Investors Siegfried Wolf gescheitert ist, wird um eine Zukunft für das Werk mit rund 2300 Beschäftigten gerungen. Die oppositionelle SPÖ hat auch eine Verstaatlichung ins Spiel gebracht.

 

(APA/dpa)