Ried-Manager Reiter und der verletzte Spieler Lexa erheben schwere Vorwürfe gegen Rapid-Stürmer Vennegoor of Hesselink: Er soll Lexa absichtlich schwer verletzt haben. Der Rapidler dementiert.
Der Vorfall ereignete sich in der 52. Minute des Spieles Ried gegen Rapid. Rapids neuer Stürmer, Jan Vennegoor of Hesselink stieß mit Rieds Stefan Lexa zusammen. Lexa bleib mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen, musste sofort ausgewechselt werden. Die Diagnose lautet nun: Kreuzbandeinriss im Knie.
Doch damit ist die rüde Attacke des Rapidlers, die im Spiel mit einer Gelben Karte geahndet worden ist, noch lange nicht beendet. Ried Manager Stafen Reiter überlegt nun sogar rechtliche Schritte gegen Vennegoor of Hesselink, berichtet der "Kurier". Denn für Reiter war es kein Foul, wie es im Fußball halt vorkommt: Lexa sei vom Rapidler "richtiggehend gestellt" worden. "Er hat ihn von hinten eingeklemmt und ihm den Fuß abgedreht", wird Reiter zitiert.
Pacult spricht von einem ganz normalen Kopfballduell
Bei Rapid sieht man die Sache freilich ganz anders. Trainer Peter Pacult spricht von einem ganz normalen Kopfballduell, Vennegoor of Hesselink habe eben lange Zeit in England und Schottland gespielt und lege einen dementsprechenden Körpereinsatz an den Tag. Von einem absichtlichen Foul könne übehaupt keine Rede sein, heißt es bei den Hütteldorfern.
Fest stehet: Vennegoor of Hesseling wird wohl morgen im Spiel gegen Kapfenberg (16 Uhr, Hanappi Stadion) wieder mit dabei sein. Für Stefan Lexa ist das Jahr vorbei. Er wieder mindestens drei Monate ausfallen.
Lexa: "Das war pure Absicht."
Auf das Foul angesprochen, sagte er zu den Oberösterreichischen Nachrichten: "Das war pure Absicht mit Vorsatz. Er hat es mir nach einem Duell ja bereits vor der Aktion angedroht, dass er mich noch einmal erwischen wird. Das ist ihm ja dann gelungen." Und weiter: "Er ist null auf den Ball gegangen, sondern mit seinen vollen 100 Kilogramm auf meinen Fuß drauf. Da muss ich ja noch froh sein, dass das Kreuzband nicht ganz ab ist."