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Prominente Migranten rufen zum Wählen auf

Prominente Migranten rufen Waehlen
Prominente Migranten rufen zum Wählen auf(c) Biber
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Unter dem Titel "Ich bin Wiener. Ich geh' wählen" appelliert das Magazin "Das Biber" an Wiener mit Migrationshintergrund. Die Initiative wird unter anderem von Dirk Stermann oder Tatjana Batinic unterstützt.

Wiener mit Migrationshintergrund zum Urnengang am 10. Oktober zu bewegen, ist das erklärte Ziel einer Initiative des Magazins "Das Biber". Es hat zahlreiche bekannte Proponenten unter dem Titel "Ich bin Wiener. Ich geh' wählen" versammelt. Das Spektrum der Beteiligten reicht dabei vom Kabarettisten Dirk Stermann über den Boxer Marcos Nader bis hin zu Armen Mardigian, Frisör im Hundesalon Schunig. Schließlich sind bei der Wien-Wahl 197.856 Staatsbürger wahlberechtigt, die einen Migrationshintergrund haben.

"Gesäß in die Höhe bekommen"

Die Aktion sei strikt überparteilich, unterstrich Biber-Chefredakteur Simon Kravagna bei der Präsentation des Vorhabens am Freitag. Die Leute sollten ihr "Gesäß" in die Höhe bekommen, und wählen gehen, beschied dabei Boxer Nader. Er selbst, im spanischen Ibiza geboren, habe überhaupt keinen Bezug zur Bezeichnung "Migrant": "Ich verstehe das Wort gar nicht: Ich bin Österreicher."

Auch Teppichhändler Ali Rahimi proklamierte: "Wir sind alle Menschen" Natürlich hätten Migranten Pflichten wie das Erlernen der deutschen Sprache und das Aneignen von Bildung. Sein Lebensmotto sei jedoch: "Je größer Dein Horizont, desto kleiner wird die Welt für Dich."

"Weil es auch unser Wien ist"

Schriftliche Unterstützung für die Aktion kommt von Prominenten wie Fernsehköchin Sohyi Kim: "Weil es auch unser Wien ist - und es auch unser Recht ist, zu bestimmen, was mit Wien geschieht." Die einstige Miss Austria, Tatjana Batinic, stellt in ihrem Statement klar: "Ein Großteil von uns hat nicht vor, in die ursprüngliche Heimat zurückzukehren - also liegt unsere Zukunft in der Stadt Wien." Und auch der in Duisburg geborene Dirk Stermann ruft zum Wahlgang auf: "Gerade wer nicht hier leben muss, sondern hier leben kann, sollte sich um seine Wahlheimat bemühen."

(APA)