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Familienbericht

Jedes fünfte Kind bleibt nur ein Wunsch

Ein starkes Stück: 1130 Seiten hat der Bericht, den Familienministerin Susanne Raab und Experte Wolfgang Mazal präsentierten.APA/HELMUT FOHRINGER
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Das Ziel, ein Baby zu bekommen, wird oft aufgeschoben oder verworfen. Aus dem Ausland stammende Mütter kriegen das erste Kind zwei Jahre vor im Inland geborenen Frauen.

Mit Zahlen ist es nicht so einfach, ein Beispiel: Die Scheidungsrate geht zurück. Nun könnte man sagen: „Sensationell, die Menschen bleiben sich treu“, meinte Wolfgang Mazal, Leiter des Österreichischen Instituts für Familienforschung. Man könne die Zahlen aber auch so lesen, dass viele gar nicht mehr heiraten und schon vorher die Beziehung aufgeben. Ebenso biete es Raum für Interpretationen, wenn bei Frauen nun der Wunsch nach einer stärkeren Beteiligung des Mannes im Haushalt zurückgehe. Das könne nämlich auch daran liegen, dass Männer sich inzwischen schon stark daran beteiligen. Auf alle Fragen kann der am Mittwoch von Mazal gemeinsam mit Ministerin Susanne Raab (ÖVP) präsentierte „6. Österreichische Familienbericht“ also keine sichere Antwort liefern. Aber er gibt mit seinen Zahlen und möglichen Erklärungsversuchen einen Überblick zu gesellschaftlichen Veränderungen. Und der nur alle zehn Jahre erscheinende Bericht zeigt auch, wie sehr Wunsch und Wirklichkeit auseinanderklaffen können. Die wichtigsten Punkte: