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Brüssel-Briefing

Europa, die große Klimaschutz-Schwester der Welt?

U.S. Special Presidential Envoy for Climate John Kerry visits EU Commission in Brussels
US-Klimasondergesandter John Kerry am 9. März in Brüssel mit Frans Timmermans, dem für Klimapolitik zuständigen Vizechef der EU-Kommission.REUTERS
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Mit einem Stoßseufzer der Erleichterung einigte sich die EU auf ihre Klimaschutzziele für das kommende Jahrzehnt. Doch der Teufel steckt im Detail, die Regierungen ziehen nicht an einem Strang – und an die Rolle als globales Zugpferd glaubt außerhalb Brüssels kaum jemand mehr.

14 Stunden Verhandlungen in einem geschlossenen Raum: das wünscht man nicht einmal seinem schlimmsten Feind, vor allem nicht in Zeiten der Pandemie. Doch zumindest hatte diese Tortur, der sich die Vertreter des Europaparlaments, der Kommission und des Rates von Dienstagnachmittag bis Mittwochmorgen um fünf Uhr unterzogen, ein gutes Ende: man einigte sich auf die verbindlichen Ziele zur Senkung des Ausstosses von Treibhausgasen im kommenden Jahrzehnt. Je nach Darstellung sind das 52,8, 55 oder 57 Prozent an CO2-Emissionen, welche die EU bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Basisjahr 1990 weniger emittieren will.