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Coronavirus

Zahl der Covid-Todesopfer in Österreich übersteigt 10.000

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10.026 Menschen in Österreich starben im letzten Jahr an den Folgen einer Covid-Infektion.APA/AFP/JEFF PACHOUD
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10.026 Menschen sind seit Pandemiebeginn in Österreich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Von Mittwoch auf Donnerstag gab es 2405 Neuinfektionen. Die Zahl der Intensivpatienten ging um 30 Personen zurück.

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Österreich vor 14 Monaten sind bereits mehr als 10.000 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben. Innen- und Gesundheitsministerium meldeten mit Stand Donnerstagvormittag nunmehr 10.026 Todesfälle, seit Mittwoch waren 29 hinzugekommen. Außerdem gab es in den vergangenen 24 Stunden wieder mehr als 2.400 Neuinfektionen. Weiter rückläufig ist die Zahl der Patienten in Spitalsbehandlung.

Das erste Covid-19-Todesopfer in Österreich gab es am 12. März 2020. Seither sind genau 406 Tage vergangen - im Schnitt kamen jeden Tag mehr als 24 Tote hinzu. Am Donnerstag waren es bereits 10.026 Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind. Pro 100.000 Einwohner sind somit bereits 112,6 Menschen in Österreich an Corona gestorben.

Im Bundesländervergleich sticht die Steiermark immer noch mit den meisten Todesfällen heraus. Dort wurden seit Pandemiebeginn 157,3 pro 100.000 Einwohner. An zweiter Stelle liegt Kärnten mit 139,5 Todesfällen. Vorarlberg steht in dem Vergleich noch am besten dar: 72,3 Menschen starben dort gemessen an der Einwohnerzahl.

Weiter zurückgegangen ist am Donnerstag die Zahl der Menschen im Krankenhaus. Auf Intensivstationen mussten 30 Patienten weniger als am Vortag behandelt werden, immer noch benötigen 527 intensivmedizinische Behandlung. Erstmals seit einem Monat liegen auch wieder weniger als 2.000 Infizierte insgesamt im Spital. Die Ministerien meldeten am Donnerstag 1.944 Erkrankte im Krankenhaus, 65 weniger als am Mittwoch.

Wien: „Erste vorsichtige Erleichterung"

Eine große Rolle spielt dabei die Entwicklung in Wien. Hier ist die Zahl der Intensivpatienten in den vergangenen 24 Stunden so deutlich wie schon länger nicht mehr zurückgegangen: Aktuell sind dies 194 Personen, um 15 weniger als am gestrigen Mittwoch.

Der Gesundheitsverbund verspürte eine "erste vorsichtige Erleichterung". Eine Sprecherin des Gesundheitsverbundes unterstrich aber auch: "Von einer Entlastung möchten wir aber noch nicht sprechen. Dafür sind die Zahlen noch viel zu hoch." Man müsse sehr vorsichtig agieren, sagte sie und erinnerte an Tage in den vergangenen Wochen mit rückläufigen Covid-Belagszahlen, bevor diese wieder gestiegen sind.

Insgesamt müssen mit Stand Donnerstag 643 Personen aufgrund einer Coronavirus-Infektion in einem Wiener Spital behandelt werden. Das sind um neun weniger als noch am gestrigen Mittwoch.

Schlechte Entwicklung im Westen

Während die Infektionszahlen in der Mehrheit der Bundesländer zurückgehen, sind sie im Westen weiterhin am steigen, besonders stark in Vorarlberg, das ja einen Öffnungskurs fährt. Tirol hatte zuletzt sogar den aller schlechtesten Wert, über die Woche gesehen blieb dieser aber bei Wien, wie die aktuelle Analyse der Ampel-Kommission zeigt.

Die günstigste Entwicklung hatten das Burgenland und Niederösterreich, wo in der abgelaufenen Woche ein Rückgang von jeweils 26 Prozent verzeichnet wurde. In beiden Bundesländern galt ja zuletzt ein Lockdown, in Niederösterreich dauert er wie in Wien noch an. Nimmt man die risikoadjustierte Fallzahl her, in der auch andere Parameter eingerechnet werden, liegt das Burgenland schon unter der Schwelle von 100 Infektionen auf 100.000 Einwohner, ab der die Ampel-Kommission eine Orange-Färbung überlegt. Noch bleibt freilich das ganze Land rot geschalten, also auf sehr hohem Risiko.

Was die Belegung der Intensivstationen angeht, haben Wien und das Burgenland die kritische Schwelle bereits recht deutlich überschritten, Niederösterreich knapp. Vorarlberg und Oberösterreich sind von dieser 33-Prozent-Marke nicht mehr allzu weit entfernt.

Stark rückläufig sind die Zahlen bei Patienten über 65, die besonders oft von schweren Verläufen betroffen sind - nämlich um fast 14 Prozent. Die gegenteilige Entwicklung gibt es bloß in Vorarlberg, dort beträgt das Plus aber gleich 44 Prozent.

Freilich ist auch anzumerken, dass im "Ländle" am meisten getestet wird - bezogen auf die Bevölkerungszahl mehr als das Dreifache des Schlusslichts Kärnten. Die niedrigen Infektionszahlen im Burgenland werden dadurch aufgewertet, dass man nach Vorarlberg am zweitmeisten testet. Die Positivrate bei den Testungen ist folgerichtig mit 0,5 Prozent auch besonders gering. Am Höchsten ist sie in Kärnten mit 1,5 Prozent.

Zwei Drittel der Fälle asymptomatisch

Bei knapp zwei Drittel der Fälle konnte österreichweit die Infektionsquelle geklärt werden. Am Erfolgreichsten waren dabei Wien und Niederösterreich mit jeweils 69 Prozent. Asymptomatisch sind mehr als ein Drittel der Fälle, wobei es starke regionale Unterschiede gibt. In Wien werden gleich 50 Prozent dieser Kategorie zugeordnet, in Tirol sind es gerade 23 Prozent.

Seit Beginn der Pandemie in Österreich wurden bereits 602.494 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet, 565.513 gelten mittlerweile wieder als genesen.

 

(APA/twi)