Rapid-Coach verärgert über Verfahren gegen Vennegoor

Peter Pacult
Peter Pacult(c) GEPA pictures (Gepa Pictures/ Matthias Hauer)
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Dass die Staatsanwaltschaft wegen des Fouls von Vennegoor of Hesselink an Stefan Lexa ermittelt, stößt Peter Pacult sauer auf. Der Coach kritisierte Ried-Manager Stefan Reiter, seinen Spieler nahm er in Schutz.

Das Foul von Rapid-Spieler Jan Vennegoor of Hesselink an Ried-Spieler Stefan Lexa hat ein juristisches Nachspiel. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichten, hat die Staatsanwaltschaft Ried am Freitag ein Verfahren gegen den niederländischen Rapid-Stürmer eingeleitet. Rapid-Trainer Peter Pacult war über diesen Schritt verärgert.

Vennegoor of Hesselink hatte am Mittwoch im Spiel der 8. Runde der Fußball-Bundesliga zwischen Ried und Rapid (3:1) in der zweiten Hälfte Lexa gefoult, der Mittelfeldspieler zog sich dabei einen Riss des Seitenbandes sowie einen Teilabriss des hinteren Kreuzbandes im linken Knie zu. Schiedsrichter Thomas Gangl hatte das Vergehen aber nicht geahndet. Ob eine Operation notwendig ist und wie lange Lexa ausfällt, ist noch nicht bekannt.

"Sollte das Foul ohne Bezug zum Ball erfolgt sein, ist das schwere Körperverletzung", sagte Alois Ebner, erster Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Ried, den OÖNachrichten. Zudem werde der Aussage von Lexa nachgegangen, der laut OÖN gesagt hat: "Das war pure Absicht mit Vorsatz. Er hat es mir nach einem Duell ja bereits vor der Aktion angedroht, dass er mich noch einmal erwischen wird."

Die Rapidler hatten wenig Verständnis für die Einleitung des Verfahrens. "Ich denke, dass das eine Aktion von Stefan Reiter ist. Ich hoffe, dass er sich der Tragweite bewusst ist, was dann auf den österreichischen Fußball zukommt", sagte Rapid-Coach Peter Pacult.

"Vielleicht ein Bier zu viel getrunken"

Es sei okay, dass die Oberösterreicher nach dem Sieg gegen die Hütteldorfer gefeiert haben. "Das steht ihnen zu, aber jetzt müssen sie wieder herunterkommen. Vielleicht hat Stefan Reiter ein Bier zu viel getrunken", griff Pacult den Ried-Manager verbal an. Es sei blöd, dass durch solche Aktionen der Fußball in den Hintergrund gedrängt werde.

Ried solle lieber den Ball flach halten und zurückdenken, was in der Vergangenheit passiert ist. Ende Juli 2006 hatte sich Rapid-Kapitän Steffen Hofmann bei einem Zweikampf mit Herwig Drechsel das Seitenband gerissen. "Drechsel müsste ich dann heute noch anklagen, weil er dem Steffen damals das Seitenband ruiniert hat", erinnerte Pacult.

Seinen Kicker nahm der Wiener jedenfalls in Schutz. "Vennegoor ist ein robuster Spieler, aber ich kann versichern, dass er sicher niemanden mit Absicht verletzen wollte. Ihm Absicht zu unterstellen, ist ein harter Tobak", betonte Pacult. Der ehemalige niederländische Teamstürmer, der in Ried sein erstes Meisterschaftstor in Österreich erzielte hatte, wollte sich selbst zu dem Vorfall nicht äußern.

Ried-Coach Paul Gludovatz schilderte seine Einschätzung der Szene folgendermaßen. "Im Spiel hat sich vieles aufgebauscht. Der Schiedsrichter hat in zwei Szenen von ihm (Anm.: Vennegoor of Hesselink), die ganz klar mit Gelb zu ahnden gewesen wären, nicht reagiert. Dann hat er Frust aufgebaut und den an Lexa losgelassen." Mit Pacult wolle er diesbezüglich aber noch ein klärendes Gespräch führen.

(APA)

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