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Interview

Epidemiologin Schernhammer: „Momentan schaut es sehr gut aus“

Coronavirus disease (COVID-19) lockdown continues in Vienna
Die Epidemiologin glaubt, dass sich Menschen auch bald wieder woanders als im Park treffen können.(c) REUTERS (LISI NIESNER)
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Epidemiologin und Mitglied des Expertengremiums der Bundesregierung Eva Schernhammer erwartet, dass im Mai Öffnungsschritte möglich sein werden. Aber auch im Sommer muss vieles gelingen, um weitere Lockdowns zu vermeiden.

Seit Beginn der Pandemie hat man den Eindruck: Sobald es gut aussieht, wartet um die nächste Ecke eine böse Überraschung. Jetzt haben wir große Impf-Euphorie, zugleich gibt es bedrohliche Nachrichten, eine neue Infektionswelle trotz hoher Durchimpfungsrate in Chile, eine gefährliche Mutante in Indien. Wie viel Grund zur Hoffnung auf ein Ende der Pandemie sehen Sie?

Eva Schernhammer: Es gibt Szenarien, die sind sehr ungewiss. Es gibt vieles, das sich noch anders entwickeln kann als man annimmt, aber bis jetzt sind für die meisten Szenarien, die sehr unangenehm wären, die Wahrscheinlichkeiten, dass sie eintreten meiner Einschätzung nach gering. Aber man muss das im Hinterkopf behalten. Käme etwa beim Impfen ein großer Rückschlag, weil man keinen Zugang zum Impfstoff hat, weil vorhandene Impfstoffe nicht verwendet werden sollen, das wäre sehr unangenehm. Derzeit bauen viele unserer Annahmen darauf auf, dass wir einen zügigen Impffortschritt haben werden, der die Situation entsprechend entlasten sollte.

Ist es bei den aktuell verfügbaren Impfstoffen denkbar, dass noch derartige Rückschläge kommen?