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Kommentar

Yusuf Demir: Wie Rapid mit seinem größten Talent umgeht

SOCCER - BL, A.Wien vs Rapid
Yusuf Demir, vermeintliches Wunderkind aus Hütteldorf.GEPA pictures
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Der 17-jährige Yusuf Demir wird international hoch gehandelt. Bei Rapid bekommt er weder ausreichend Spielpraxis noch steigert der Verein seinen Marktwert. Eine Lose-Lose-Situation.

In der Schlussphase des 1:1 gegen den Lask hatte Yusuf Demir doch noch seinen Auftritt. Fernsehbilder zeigten den 17-Jährigen, wie er auf der Rapid-Ersatzbank kauerte. Ein Blick, irgendetwas zwischen Resignation und Tristesse. Drei Spielerwechsel hatte Dietmar Kühbauer, Trainer der Hütteldorfer, an diesem Abend vorgenommen. Demir degradierte Kühbauer abermals zum verbitterten Zuschauer, dabei hätten die Qualitäten des Dribblanskis dem Offensivspiel der Wiener zweifelsfrei gut getan.

Um die Dinge richtig einordnen zu können: Demir, in sechs Wochen volljährig, gilt weit über die Grenzen des 14. Wiener Gemeindebezirks hinaus als außergewöhnliches Talent. Scouts internationaler Spitzenklubs haben den Namen des ÖFB-Teamspielers – er debütierte im März gegen Färöer – schon vor Jahren auf ihren Zetteln vermerkt. Nach dieser Saison sollen den Notizen Taten folgen. Bayern, Dortmund, Barcelona und Juventus buhlen dem Vernehmen nach um die Dienste des Teenagers, dessen Marktwert (Vertrag bis 2022) sich auf acht Millionen Euro beläuft. Rapid wittert das große Geld. Würde man Demir stärker in die Auslage stellen, ein signifikanter Wertanstieg wäre garantiert.