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NGO

Dutzende Bootsmigranten vor Küste Libyens ertrunken

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" soll nach stundenlanger Suche am Donnerstag an der Unglücksstelle nordöstlich von Tripolis eingetroffen sein. (Archivbild)
Das Rettungsschiff "Ocean Viking" soll nach stundenlanger Suche am Donnerstag an der Unglücksstelle nordöstlich von Tripolis eingetroffen sein. (Archivbild)APA/AFP/GIOVANNI ISOLINO
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An Bord des Schlauchbootes sollen rund 130 Menschen gewesen sein, teilt die Hilfsorganisation SOS Mediterranee mit. Sie konnte bisher keine Überlebenden sichten, „stattdessen mindestens zehn Leichen in der Nähe des Wracks“.

Vor der Küste Libyens sind nach Angaben der Hilfsorganisation SOS Mediterranee Dutzende Bootsmigranten im Mittelmeer ertrunken. Das Rettungsschiff "Ocean Viking" sei nach stundenlanger Suche am Donnerstag an der Unglücksstelle nordöstlich von Tripolis eingetroffen, teilte die Organisation in der Nacht auf Freitag mit. An Bord des Schlauchbootes sollen demnach rund 130 Flüchtlinge gewesen sein.

In den vergangenen Tagen hatte SOS Mediterranee nach eigenen Angaben mehrere Notrufe zu in Seenot geratenen Booten erhalten, die jedoch mehrere Stunden entfernt lagen. Die Crew der "Ocean Viking" machte sich auf die Suche, blieb jedoch erfolglos. "Seit unserem Eintreffen vor Ort haben wir keine Überlebenden finden können, stattdessen mindestens zehn Leichen in der Nähe des Wracks ausfindig gemacht", sagte die Such- und Rettungskoordinatorin der "Ocean Viking", Luisa Albera.

Zuletzt waren in der vergangenen Woche bei einem Schiffsunglück mit einem Migrantenboot vor der tunesischen Küste mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Im Zentralen Mittelmeer sind in diesem Jahr nach UN-Angaben bisher knapp 360 Menschen gestorben. Viele Flüchtlinge versuchen mit der Fahrt in kleinen Booten über das Mittelmeer Italien zu erreichen. Die privaten Rettungsaktionen sind politisch umstritten.

(APA/dpa)