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Jedes Tiergift enthält eine Mischung von Hunderten Peptidverbindungen, die unterschiedliche Rezeptoren binden und unterschiedliche Funktionen erfüllen.
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Chemische Biologie

Das Gift der Natur als Glück für die Menschen

Skorpione, Spinnen, Kegelschnecken und Ameisen sind eine „natürliche Bibliothek“ für wirksame Substanzen. Wiener und australische Forschungsteams charakterisieren die Stoffe, um Ideen für Arzneimittel zu finden.

Wer je einen Bienenstich oder Schlangenbiss erlebt hat, weiß, wie effektiv die Moleküle darin wirken. Tiergifte sind nicht zufällig das Spezialgebiet der Forschungsgruppe um Markus Muttenthaler am Institut für Biologische Chemie der Uni Wien. Die darin enthaltenen Stoffe sind über die Evolution bestens an die Rezeptoren in unserem Körper angepasst. Ihre Wirksamkeit kann man geradezu spüren. Die Frage ist, wie diese Stoffe, die uns und der Beute der Gifttiere schaden, auch etwas Sinnvolles – etwa mit medizinischem Nutzen – hervorbringen können.