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Archivbild aus dem Jahr 2020: Gastronomie am Donaukanal in Wien.
Ihre Meinung

Mitreden bei den Lockerungen: Wird im Sommer wieder alles "normal" sein?

Die Impfquote steigt, die Corona-Infektionszahlen sinken langsam und Mitte Mai soll es endlich soweit sein: Österreich sperrt auf. Wird bis zum Sommer alles wieder gut? Diskutieren Sie mit!

Am Freitag verkündete die österreichische Regierung die lang ersehnten Lockerungen: Am Mitte Mai soll Österreich aufsperren, die Schulen öffnen am 17. Mai, Gastronomie, Hotellerie und Freizeitbetriebe öffnen ab 19. Mai. Kultur- und Sportveranstaltungen sind dann ebenfalls möglich sein. Auch Reisen nach Österreich sind wieder möglich, Personen aus Risikogebieten müssten in Quarantäne. 

Begleitet werden die Öffnungsschritte freilich von Sicherheitskonzepten. Ein negativer Corona-Test ist Voraussetzung, der „Grüne Pass“ für Geimpfte und Menschen, die eine Infektion überstanden haben, dürfte erst Ende Mai kommen.  Weitere Lockerungen, wie etwa die Öffnung von Fitnessstudios, sind für Juni geplant,  Auf die Nachtgastronomie wird man vermutlich noch etwas länger warten müssen. Die Impfungen haben deutlich an Tempo zugelegt: Bis Ende des zweiten Quartals könne man jedem eine Impfung anbieten, der eine möchte, bekräftigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Ist das jetzt also wirklich das Licht am Ende des Tunnels? Experten haben sich zuletzt vorsichtig optimistisch geäußert. Doch sie mahnen auch aufgrund neuer Mutationen - etwa in Tirol - zur Vorsicht. Auf diesen problematischen Aspekt weist auch Christoph Zotter in einem Leitartikel hin: „Mutationen können auch in Tansania, Indien oder dem Jemen entstehen.“ Aber: Die reichsten Länder der Welt haben bisher mehr als doppelt so viele Impfdosen sichergestellt als alle Länder mit mittleren und niedrigen Einkommen. Bis es dort zu einer Immunisierung kommt, kann es noch dauern.

 Kulturanthropologe und Politologe Stefan Haderer warnt in einem Gastkommentar. Er schreibt in Hinblick auf das Szenario der permanenten Bedrohung: „Ein Vergleich mit der ersten großen Krise des 21. Jahrhunderts – den Terroranschlägen vom 11. September 2001 – zeigt bedenkliche Parallelen auf. Die USA riefen damals den 'Krieg gegen den Terror' aus. Der Westen befindet sich seitdem in einem permanenten Alarmzustand, der fast zwanzig Jahre anhält.“ Unter anderem meint Haderer: „Tatsächlich hört man aktuell von Politikern kaum, dass beabsichtigt sei, rechtlich fragwürdige Verordnungen zurückzunehmen oder nicht mehr zu verlängern“. Er fragt sich: „Was, wenn der Tunnel nie endet?"

(sk)

Diskutieren Sie mit: Ist da Licht am Ende des Tunnels? Oder freuen sich all jene, die sich im Sommer eine Rückkehr zur Normalität vor Corona erwarten, zu früh? Was wird sich in Ihrem Leben nach den Lockerungen ändern? Und: Haben Sie eigentlich schon eine Urlaubsreise geplant?