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100. Jubiläum

Gedenken an Sophie Scholl in Forchtenberg und Ulm

Sophie Scholl
Sophie Scholl(c) GEDENKSTAETTE DEUTSCHER WIDERSTA / AFP / picturedesk.com (GEDENKSTAETTE DEUTSCHER WIDERSTA)
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Im fränkischen Forchtenberg wurde Sophie Scholl am 9. Mai 1921 geboren. Einer idyllischen Kindheit am Kocher folgten Jugendjahre in Ulm. An beiden Orten finden sich Spuren des kurzen Lebens der Widerstandskämpferin.

Wie im Mittelalter sah es in Forchtenberg am Kocher aus, als der neue Bürgermeister Robert Scholl und seine Frau, Magdalena, Ende 1919 mit den Kindern Inge und Hans hierherzogen. Uralte Fachwerkhäuser säumten die steilen Gassen des festungsartig am Hang gelegenen Städtchens. Auf der Straße liefen Hühner und Gänse, gelegentlich verscheucht durch ein Fuhrwerk; Verbindung zur Außenwelt war die Postkutsche, mit der auch Familie Scholl herkam. „Kanalisation gab es nicht, alles floss in den Kocher hinab“, erklärt Führerin Renate Deck und deutet auf das Flüsschen am Fuß des Orts. „Das änderte sich erst mit dem neuen Bürgermeister Scholl.“ So progressiv wie liberal gesinnt, verhalf er dem Ort zu Kanalisation und Bahnanschluss. Ihre Kinder erzogen die Scholls nach christlich-humanistischen Werten zu kritischem Denken und Freiheitsliebe. Das Timing hätte schlechter nicht sein können.