Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Präsenzunterricht

Schüler in Wien und Niederösterreich kehren in Klassen zurück

Am 17. Mai sollen alle Schulen in Österreich wieder in den Normalbetrieb zurückkehren.
Am 17. Mai sollen alle Schulen in Österreich wieder in den Normalbetrieb zurückkehren.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
  • Drucken

Die Schüler waren aufgrund des "Ost-Lockdowns" seit den Osterferien daheim. Für sie gilt vorerst noch Schichtbetrieb. Am 17. Mai sollen alle Schüler in Österreich wieder in den Regelbetrieb zurückkehren - im Vorfeld gibt es Forderungen, aber auch Kritik.

Am heutigen Montag sind nun auch in Wien und Niederösterreich die Schüler in die Schulen zurückgekehrt - alle Schüler, denn für die Abschlussklassen gab es bereits eine Ausnahme. Bis zum 16. Mai gibt für sie wie im Rest Österreichs an Volksschulen fünf Tage Präsenzbetrieb, an Mittelschulen, Sonderschulen AHS, Berufsschulen und berufsbildenden Schulen dagegen Schichtbetrieb. - ausgenommen davon sind jeweils die Abschlussklassen, die auch öfter an die Schule kommen dürfen. Vom Schichtbetrieb dürfen zudem Klassen mit weniger als 18 Schülern abweichen.

Am Unterricht teilnehmen darf weiterhin nur, wer regelmäßig einen Antigenschnelltest macht. An Volksschulen wird etwa an drei Tagen in der Woche ein anterionasaler Schnelltest ("bekannt als „Nasenbohrer"-Test) durchgeführt. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) hatten zuletzt aufgerufen, zusätzlich auch PCR-Tests zu machen. An Wiener Schüler appellierten die beiden vor diesem Hintergrund, am Projekt „Alles gurgelt“ der Stadt Wien teilzunehmen.

In ganz Österreich weniger restriktive Regeln

Auch österreichweit gelten ab heute wieder etwas weniger restriktive Regeln für den Schulbetrieb. So dürfen Klassen mit weniger als 18 Schülern zurück in den Vollbetrieb, wenn am Standort die Hygienebestimmungen lückenlos einhaltbar sind - das dürfte vor allem den ländlichen Raum und höhere Oberstufenklassen betreffen, wo die Schülerzahlen geringer sind. Außerdem können neben Matura- und anderen Oberstufen-Abschlussklassen (für diese war dies bisher schon möglich, Anm.) auch alle vierten Klassen der AHS-Unterstufe, Mittelschule und Sonderschule sowie Polytechnische Schulen schulautonom vom Schichtbetrieb abweichen.

Weitere Erleichterungen: Es dürfen wieder eintägige Schulveranstaltungen und schulbezogene Veranstaltungen stattfinden - allerdings nur "unter strikter Einhaltung der notwendigen Hygienebestimmungen und Durchführung einer Risikoabwägung". Auch Kooperationen mit Vereinen sind im Freien wieder möglich.

 Ab 17. Mai Regelbetrieb für alle

Die Schüler in Wien und Niederösterreich waren aufgrund des "Ost-Lockdowns" seit den Osterferien daheim. Seit 12. April durften die Abschlussklassen wieder - zumindest im Schichtbetrieb - an die Schulen zurück. Ab 17. Mai soll es dann in ganz Österreich wieder für alle Schüler Unterricht an allen fünf Tagen der Woche geben.

Die AHS-Direktoren in einer Aussendung die geplante Rückkehr zum Vollbetrieb ab 17. Mai grundsätzlich - "wenn die ExpertInnen dazu angesichts der Infektionszahlen Anfang/Mitte Mai tatsächlich raten". Schüler würden mittlerweile stark unter dem Entzug von Sozialkontakten leiden, die Lehrer seien durch den Schichtbetrieb mit halben Klassen und parallelem Distance Learning maximal belastet, so Direktoren-Sprecherin Isabella Zins.

Klar müsse aber sein, dass bei vermehrten Infektionen an einer Schule zum Schichtbetrieb zurückgekehrt werden müsse, betonte die Direktorensprecherin. Auch an den Maturatagen dürfe es keinen Vollbetrieb geben - einerseits müssten die Maturanten geschützt werden, andererseits brauche es an diesen Terminen mehr Räume und Aufsichten.

Lehrervertreter: „Vollbetrieb an Schulen derzeit nicht sicher"

Zum Gelingen des Vollbetriebs beitragen könne das Dauerlüften bei höheren Temperaturen, die geplanten drei Tests pro Woche sowie Lehrer-Impfungen, wenn diese tatsächlich stattfinden. Nach wie vor sei die Impf-Lage in den einzelnen Bundesländern aber sehr unterschiedlich, meinte Zins. Viele Pädagogen würden sich sorgen, dass das Infektionsrisiko in vollen Klassen ohne Einhaltung der Abstandsregeln wieder steige.

Zu diesen gehören die Unabhängigen Lehrergewerkschafter (ÖLI-UG). Bei den derzeitigen Infektionszahlen sei ein Vollbetrieb an den Schulen nicht sicher, betonen sie in einer Aussendung. "Schulbetrieb mit vollen Klassen bedeutet bei den derzeitigen Fallzahlen geplante Durchseuchung." Vor einem breiten Ausrollen der Impfkampagne sei dies "unverantwortlich" - die meisten Pädagogen hätten erst eine Teilimpfung erhalten, manche noch überhaupt keine, und die allermeisten Eltern seien auch noch ungeimpft.

(APA/Red.)