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Gastkommentar

Wohlstand oder Klimaschutz?

Wenn wir die Klimakrise nicht bewältigen, werden die daraus folgenden Schäden unseren Wohlstand gefährden.

Während wir die Coronakrise stärker in den Griff bekommen, tritt die Klimakrise in den Vordergrund. Dabei wird die Wichtigkeit von Klimaschutz üblicherweise nicht bestritten. Bei jedem konkreten Vorschlag kommen aber Bedenken. Dies schade dieser und jener Branche, der Wirtschaft, ja überhaupt dem Wohlstand. Josef Urschitz' sehr kritische Würdigung einer Studie der deutschen Böll-Stiftung in der „Presse“ ist dabei keine Ausnahme.

Gastkommentare und Beiträge von externen Autorinnen und Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Weitere Meinungsbeiträge von „Presse“-Redakteuren wie von Gastautorinnen finden Sie hier.  

Dabei sollten wir nicht vergessen: Schaffen wir es nicht, die Klimakrise in den Griff zu bekommen, droht unser Wohlstand zu erodieren. Die direkten klima- und wetterbedingten Schäden allein belaufen sich bereits auf zwei Milliarden Euro pro Jahr. Berücksichtigt man außerdem die Schäden für die Wirtschaft, so kommt man aktuell auf jährliche Schäden von 15 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Verfehlen wir die Klimaziele, so blicken wir in eine ungewisse Zukunft. Das bedeutet, dass wir unseren Ressourcenverbrauch drastisch einschränken müssen, gerade um unseren Wohlstand zu erhalten. Die größte Hoffnung ruht dabei auf dem technologischen Wandel, der Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch voneinander entkoppeln soll. Sich auf notwendige technische Errungenschaften zu verlassen, gleicht allerdings einer großen Wette mit hohem Einsatz. Vor diesem Hintergrund ist eine Debatte über die Ausgestaltung unseres Wohlstands und der Konsumweise angebracht.