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Rahmenbedingungen

Italienische Influencer wollen Gewerkschaft gründen

Die wohl erfolgreichste Influencerin Italiens: Chiara Ferragni.
Die wohl erfolgreichste Influencerin Italiens: Chiara Ferragni.(c) REUTERS (PIROSCHKA VAN DE WOUW)
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Mit der Gewerkschaft sollen die Rechte der Personen geschützt werden, die ihr Geld mit Social Media machen.

Italienische Influencer wollen eine Gewerkschaft gründen. Damit sollen die Rechte der Personen geschützt werden, die sich mit "Stories" und Followern ihr Geld verdienen. Damit wollen die rechtlichen und finanziellen Aspekten eines Berufs geregelt werden, in der bisher wenig festgeschrieben wurden.

Die Initiative einer Gewerkschaft ist auf die 25-jährige Influencerin Mafalda De Simone zurückzuführen, die mit 176.000 Followern auf Instagram zählt, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero" (Mittwochausgabe). Influencer sind in sozialen Netzwerken unterwegs und auf Basis von möglichst hohen Follower-Zahlen als Träger für Werbung und Vermarktung gefragt.

USA als Vorbild

Als Vorbild für die Gewerkschaft dient der im vergangenen Juli in den USA gegründete American Influencer Council (AIC). Der Verband wurde gegründet, um sich für "Integrität, Lebensfähigkeit und Wachstum der US-amerikanischen Influencer-Marketing-Branche in einer global vernetzten Welt" einzusetzen. Die erste und einzige Branchenorganisation, die von und für Social Media Influencern geleitet wird, will die digitale Marketingausbildung fördern und Hilfestellung geben wie Co-Branding-Inhalte über Social-Media-Plattformen authentisch vermittelt und bestmöglich geteilt werden können.

Zu den weltweit bekanntesten Mode-Bloggern und Influencern zählt die Italienerin Chiara Ferragni, die vor zwei Wochen in den Verwaltungsrat der italienischen Modegruppe Tod ́s eingestiegen ist. Gerufen wurde die 33-Jährige vom Eigentümer des börsennotierten Modekonzerns Diego Della Valle. "Chiaras Kenntnisse der Jugend- und Modewelt werde uns helfen, solidarische Projekte zugunsten der jüngeren Menschen zu entwickeln", sagte Della Valle.

Die ehemalige Jus-Studentin aus der lombardischen Provinzstadt Cremona ist innerhalb von nur zehn Jahren zu einer weltweiten Mode-Ikone geworden, der mehr als 21 Millionen Menschen auf Instagram folgen. Die perfekt gestylte Blondine startete 2009 mit dem Modeblog "The Blonde Salad" und hat seitdem mehrere eigene Modelinien entwickelt. Sie verkauft ihre Kollektionen in eigenen Flagship Stores und arbeitet eng mit klangvollen Brands wie Benetton, Lancôme, Chanel, Cartier, Levi's und der Dessous-Marke Intimissimi zusammen.

(APA)