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Staatsoper, Volksoper, Musikverein: Eröffnung mit dem Finale

Sonya Yoncheva singt zusätzlich zum geplanten Staatsopern-Programm zweimal „Tosca“.(c) Javier del Real
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Wiens Musiktheater und Konzerthallen öffnen wieder. Im Musikverein wird sogar bis Ende Juli gespielt, die Volksoper startet mit einer Premiere.

Puccinis „Tosca“ kommt noch zusätzlich ins Programm, nachdem die Wiener Staatsoper am 19. Mai mit dem neuen „Faust“ ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen haben wird. Sonya Yoncheva und Piotr Beczala sind am 21. und 24. Mai als Tosca und Cavaradossi zu erleben. Die im Saisonprospekt genannten Reprisen von „Hoffmanns Erzählungen“ und „Liebestrank“ entfallen. Das Staatsballett bringt die Neueinstudierung von „Suite of Dances“ (Balanchine/Robbins) bereits am 20. Mai heraus. Wie geplant, hat Monteverdis „Krönung der Poppea“ mit Kate Lindsey und Slavka Zamencnikova unter Pablo Heras-Casado am 22. Mai Premiere (Regie: Jan Lauwers).

Im Übrigen hat das Publikum Gelegenheit, nun die für neue Inszenierung der „Carmen“ von Calixto Bieito (mit Michèle Losier und Dmytro Popov) nun im Haus zu erleben. 940 Eintrittskarten pro Abend bringt die Staatsoper in den Verkauf. Ob es vielleicht sogar ein wenig mehr sein dürfen, muss noch geklärt werden. Jedenfalls freute sich Staatsopern-Chef Bogdan Roščić anlässlich der Präsentation der Vorhaben bis Saison-Ende, dass die Zeit der Beschränkung auf die  Internet-Präsenz vorbei ist. Zwar ist es der Staatsoper gelungen, mittels Streaming seit Beginn des Lockdowns 5,3 Millionen Zuschauer zu erreichen. Mit der Live-Übertragung der Neuinszenierung von Gounods „Faust“ am heutigen Donnerstag werden es vermutlich über sechs Millionen sein, aber dennoch: „wir alle hier haben sehnsüchtig darauf gewartet, wieder vor Publikum spielen zu dürfen.“

Was den Kartenverkauf betrifft, ist man in Kontakt mit allen  Opernfreunden, die zuletzt bestellt hatten und versucht, die Interessenten durch Zuteilung von Tickets zu befriedigen. Auch mit den Abonnenten ist man in stetem Kontakt. Sie haben die Gelegenheit, Karten zu den für sie geltenden, günstigeren Bedingungen zu erwerben.

Damit ist ein Grundstock für eine möglichst hohe Auslastung bis Ende Juni gesichert. Abzuwarten bleibt noch, wie sich der Ausfall im Tourismus auf den Kartenverkauf auswirken wird. Bei den vier Aufführungen von Verdis „Macbeth“ mit Anna Netrebko und Luca Salsi dürfte es keine Probleme geben, die Staatsoper so weit zu füllen, wie es derzeit möglich ist. Die Verdi-Premiere, inszeniert von Barrie Kosky, dirigiert vom neuen Musikdirektor Philippe Jordan ist für 10. Juni geplant.

Am 3. Juni wird das Staatsopern-Programm der kommenden Spielzeit mit einem Live-Event präsentiert. 2021/22 werden auch wieder Abonnements aufgelegt, ohne die ein aufwendiger Spielplan nicht realisierbar sei, versicherte Roščić.

Neustart in Volksoper und Musikverein

Auch die Wiener Konzerthäuser öffnen wieder. Im Musikverein gastiert am 19. Mai das Gustav Mahler Jugendorchester unter Daniele Gatti, im Konzerthaus die Camerata Salzburg unter Andrew Manze Víkingur Ólafsson. Was der Staatsoper nicht zuletzt aufgrund der Verpflichtungen des Orchesters bei den Salzburger Festspielen nicht möglich ist, kann die Gesellschaft der Musikfreunde realisieren: Sie verlängert die Saison und bietet bis Ende Juli 180 Konzerte.

Die Volksoper startet gleich mit einer Premiere durch: Suppès „Der Teufel auf Erden“ kommt am 19. Mai heraus. Bis Ende Juni folgen neben Repertoireaufführungen noch Neuinszenierungen des Broadway-Musicals „Into the Woods“ (27. Mai), Disneys „Dschungelbuch“ (30. Mai) für Kinder und die Erstaufführung von „Detlev Glanerts „Leyla und Mdjnun“ (14. Juni).