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Leitartikel

Die alte Globalisierung rettet uns nicht noch einmal vor der Inflation

CHINA-ECONOMY
Chinesische Arbeiterinnen kontrollieren Stofftiere in einer Fabrik in Lianyungang.APA/AFP/STR
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Notenbanken, Konjunkturpakete und Engpässe im globalen Handel treiben die Preise in die Höhe. Auch Europas Streben nach Autarkie wird daran nur wenig ändern können.

Wer in den vergangenen Wochen versucht hat, einen bestimmten Kühlschrank, ein schönes Rennrad oder gar eine Playstation 5 zu kaufen, hat vielleicht eine Ahnung davon bekommen, was sich in der globalisierten Wirtschaft gerade abspielt: Die Hoffnung auf die postpandemische Erholung trifft auf eine chronische Knappheit an Rohstoffen und Containern. Die Folge sind lange Lieferzeiten und steigende Preise. Österreichs Unternehmen klagen bereits darüber, dass sie Aufträge ablehnen müssen, weil ihnen die Materialien fehlen. Und wer doch etwas bekommt, muss deutlich mehr bezahlen. Kupfer ist etwa um die Hälfte teurer als Ende 2019.

Lang wird es nicht dauern, bis die Preissteigerungen beim Kunden ankommen, warnen erste Firmen. Zumal die milliardenschweren staatlichen Konjunkturpakete die Nachfrage noch zusätzlich anheizen dürften. Ist das Chaos in den globalen Lieferketten also der Startschuss für die große Inflation, vor der uns Ökonomen seit der Finanzkrise regelmäßig warnen?