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Stellvertretender Parteichef, ein Ehrentitel

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner APA/HERBERT NEUBAUER
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Pamela Rendi-Wagner hat 15 Stellvertreter, Beate Meinl-Reisinger nur zwei. Eines ist aber bei allen Parlamentsparteien ähnlich: Eine bedeutende Rolle spielt die Funktion der Vize-Chefs nirgends.

Wien. Hans Peter Doskozil hat sich spektakulär von seiner Funktion als stellvertretender Parteichef verabschiedet: Mit einem Brief, in dem er mit der Politik von Pamela Rendi-Wagner abrechnete. Verabschiedet sich Doskozil damit tatsächlich aus der Bundespolitik? Nun, eine bundespolitische Bedeutung hat er zweifelsohne, nicht jedoch, weil er stellvertretender Parteichef war, sondern weil er eine Landespartei hinter sich hat. Das politische Gewicht des Stellvertreterpostens ist überschaubar – und zwar in allen Parteien:

SPÖ

Am letzten SPÖ-Parteitag wurden 17 Stellvertreter gewählt, 15 davon sind noch im Amt. Darunter befinden sich fast alle Landesparteivorsitzenden. Ebenfalls stark vertreten ist die Frauenorganisation. Die Gewerkschaft dagegen spielt in dem Bereich keine Rolle. Die Aufgaben der Stellvertreter? Sie bilden das Präsidium und damit das oberste Beratungsgremium der Parteivorsitzenden. Die Chefin vertreten können sie auch. Das kommt zwar selten, aber doch vor, etwa bei Sitzungen von internationalen Gremien der Sozialdemokratie.

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