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Coronavirus

Wie Impfskepsis das US-Comeback blockiert

Eine Frau protestiert mit ihren Kindern vor dem Kapitol von Kentucky gegen Coronamaßnahmen. Klischees über „Anti-Vaxx Moms“ sind in den USA längst zum humoristischen Material geworden.(c) APA/AFP/GETTY IMAGES/Jon Cherry (Jon Cherry)
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In den USA gibt es bald mehr Impfstoff als Impfwillige: Jeder Vierte verweigert den Stich. Politik und Wirtschaft sorgen sich um den anvisierten Aufschwung.

Die USA wollen wieder aufsperren. Das vom Coronavirus so schwer gebeutelte Land impft die Bevölkerung im Eiltempo, rund 235 Millionen Dosen an Covid-Impfstoff wurden bislang gespritzt; über die Hälfte aller Erwachsenen hat mindestens einen Impfstich bereits erhalten. Es geht also vorwärts. In New York City etwa, jener Millionenstadt, die vor einem Jahr angesichts der massiven ersten Infektionswelle das öffentliche Leben herunterfahren musste, jubilieren Zeitungen und Bevölkerung: „New York Is Back“, man freut sich auf den Sommer. Alle sind in Impflaune. Auf den ersten Blick.

Denn mit den Meldungen über Firmen, die ihre Mitarbeiter zurück ins Büro holen wollen, mit den Fotos von endlich wieder stattfindenden Familientreffen auf Social Media schwimmt auch eine andere Botschaft mit: Bald werden in den USA all jene, die eine Covid-Impfung wollen, geimpft sein. Bald wird es mehr Impfdosen geben als Impfwillige. Und der Traum von der vorsommerlichen Herdenimmunität rückt damit in die Ferne. 80 Prozent der Bevölkerung, schätzen Experten, müssten dafür gegen das Coronavirus immun sein.