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Prozessauftakt

Ischgl: Erste Verhandlung im September in Wien

Konkret geht es um Schadensatz für Hinterbliebene
Konkret geht es um Schadensatz für Personen oder Hinterbliebene von Personen, die sich im Tiroler Skiort mit dem Coronavirus angesteckt haben.APA/JAKOB GRUBER
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Der Prozessauftakt soll am 17. September am Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien stattfinden.

Nachdem die ursprünglich für April geplante erste mündliche Verhandlung der Amtshaftungsklage gegen die Republik Österreich in der Causa Ischgl verschoben worden war, steht nun ein neuer Termin fest. Der Prozessauftakt soll am 17. September am Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien (LGZ Wien) stattfinden. Dies teilte der Verbraucherschutzverein (VSV) am Freitag in einer Aussendung mit.

Fünf Prozent leiden an Long Covid

Fünf Prozent all jener, die sich im Februar und März 2020 im Tiroler Skiort mit dem Coronavirus infiziert hatten, leiden übrigens bis heute an Long Covid-Symptomen. Das ergab eine Umfrage des Verbraucherschutzvereins (VSV). Über 6000 Touristen aus aller Welt hätten sich gemeldet, so der VSV in einer Aussendung. Über drei Prozent der im Zuge einer Umfrage kontaktierten Touristen mussten im Krankenhaus behandelt werden, 32 Personen starben.

Der Obmann des VSV, Peter Kolba, bezeichnete die von den Befragten geschilderten Long Covid-Symptome wie Kopfschmerzen, fehlende Ausdauer, Leistungsknick, Schlafstörungen, Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn sowie Kurzatmigkeit als "Folgen des Behördenversagens". In einem Fall habe es auch zwei Schlaganfälle gegeben.

Amtshaftungsklagen gegen die Republik

Der VSV organisiert derzeit Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich. Rund zehn Klagen seien bei Gericht, im Herbst würden es hunderte sein, so der VSV. "Wir hören, dass angeblich neue Verhandlungstermine erst für den Herbst 2021 geplant sein sollen. Bis dahin werden wir Klage um Klage einbringen," kündigte Kolba an.

(APA)