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Lokalaugenschein

Frauenmord in Wien: "Wir haben geglaubt, es ist ein Terroranschlag" 

Ein "Prestigeprojekt des Roten Wiens" als Tatort: Der Gemeindebau "Winarsky-Hof" am Freitag.
Ein "Prestigeprojekt des Roten Wien" als Tatort: Der Gemeindebau "Winarsky-Hof" am Freitag.(c) Wenzel
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Zwischen Kinderlachen und Pensionistentratsch erinnern am Tag danach nur ein paar Kerzen an den Frauenmord in Wien-Brigittenau. Nachbarinnen erzählen von einer Beziehung, die von Gewalt geprägt war.

Am Weg Richtung Donauinsel fällt er kaum auf, der große, weiße Gemeindebau, den der Radweg an der Ecke zur Leystraße durchquert. Doch als „Prestigeprojekt des Roten Wien“ hat der Winarsky-Hof aufgrund seiner ehrwürdigen Architekten sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Doch nicht sein sozialistischer Baustil hat ihn an diesem Tag in die Schlagzeilen gebracht, nicht deshalb wuseln am Freitagnachmittag Kamerateams, Journalisten und Fotografen über den Radweg vor dessen Eingang. Es ist die Nachricht des inzwischen neunten Frauenmordes in diesem Jahr, der sie hierher brachte.