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USA: Nächste Jobverlust-Welle baut sich auf

In this photograph taken May 27, 2010, a job seeker waits to speak with an employment representative
(c) AP (Paul Sakuma)

Diese Woche läuft ein Teil des "Stimulus-Acts" in den USA aus. Eine Milliarde Dollar wurde in Gehälter von sonst Arbeitslosen gepumpt. Speziell in kleinen Gemeinden fürchten viele um ihre gestützten Jobs.

In Perry County, Tennessee, leben rund 7600 Menschen. Die Arbeitslosigkeit betrug im August 14 Prozent. Allerdings hatten 400 Einwohner nur durch das staatliche Unterstützungsprogramm, dass Gehälter von sonst Arbeitslosen in der öffentlichen Verwaltung, bei Non-Profit-Organisationen oder kleinen Unternehmen zahlte. Sonst würde die Arbeitslosigkeit ein Viertel betragen.

Genau diese Konjunkturmaßnahme, die rund eine Milliarde Dollar bundesweit schwer war, läuft diese Woche aber aus. Sie ist teil des 787-Milliarden-Dollar großen "Stimulus Act", wie die "New York Times" berichtet. Perry County rechnet mit dem Verlust von mindestens 300 Jobs.

Gesamt fünf Milliarden Dollar Hilfe

Neben der einen Milliarde Dollar für direkte Gehaltszahlungen sah das Programm auch 1,8 Milliarden Dollar für die Unterstützung von Familien, etwa bei Mietkosten, vor. Weitere 1,4 Milliarden Dollar waren für eine Grundversorgung da. Von den maximal fünf Milliarden Dollar des gesamten Programms wurden bisher etwa 4,3 Milliarden Dollar auch abgerufen.

Wenig Chancen auf Verlängerung

Die Demokraten im US-Kongress und auch Präsident Barack Obama würden das Hilfsprogramm zwar gerne verlängern. Allerdings sprechen sich die Republikaner strikt dagegen aus - auch wenn einige republikanische Gouverneure Gelder des Programms in ihren Ländern intensiv nutzen.

 

 

 

(Red.)