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Coronavirus

1625 Neuinfektionen und 476 Patienten auf Intensivstationen

Allerdings wurden auch deutlich weniger Menschen getestet. In Tirol gehen 7,5 Prozent der neuen Fälle auf die Fluchtmutante B.1.1.7/E484K zurück.

Am Sonntag wurde in Österreich wieder mehr als 1.600 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet - wie immer am Wochenende bei deutlich weniger Testzahlen. Österreichweit benötigten 476 Covid-19-Patienten intensivmedizinische Versorgung, acht weniger als am Samstag. Insgesamt lagen 1.566 Infizierte in Krankenhäusern, das waren 32 weniger als am Vortag. Innen- und Gesundheitsministerium meldeten außerdem zwölf weitere Todesfälle.

Seit Pandemiebeginn sind somit bereits 10.245 Österreicher an den Folgen einer Coronavirus-Infektin gestorben. Allein in der vergangenen Woche kamen 158 Tote hinzu. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 115,1 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

In den vergangenen 24 Stunden kamen 1.625 Neuinfektionen hinzu. Das liegt unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage, täglich wurden hier 1.876 neue Fälle gemeldet. Allerdings wurde am Samstag wieder deutlich weniger getestet. 40.621 aussagekräftige wurden in den vergangenen 24 Stunden eingemeldet, davon lieferten vier Prozent positive Ergebnisse. Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich mehr als 65.000 PCR-Proben analysiert, 2,9 Prozent fielen positiv aus. Vergangenen Sonntag wurden in Österreich noch 2.025 Neuinfektionen verzeichnet.

Inzidenz bei 147,5

Die Sieben-Tages-Inzidenz betrug am Sonntag 147,5 Fälle auf 100.000 Einwohner. Österreichweit galten 22.331 Menschen als aktiv infiziert, um 806 weniger als am Samstag. Seit Beginn der Pandemie gab es bereits 622.110 positive Testergebnisse. 589.534 Menschen gelten als wieder genesen.

Weiterhin rückläufig ist die Zahl der Menschen in Spitalsbehandlung. 1.566 waren am Samstag im Krankenhaus, vor einer Woche waren es noch 220 Patienten mehr. Das bedeutet einen Rückgang von rund zwölf Prozent. Geringer fällt dieser auf den Intensivstationen aus. Dort lagen am Sonntag 46 Patienten weniger als vor einer Woche, damals mussten noch 522 Menschen intensivmedizinisch betreut werden. Nunmehr waren es um knapp neun Prozent weniger.

Die meisten Neuinfektionen wurden am Sonntag mit 480 in Wien gemeldet, in Oberösterreich waren es 289 und in der Steiermark 235. Niederösterreich verzeichnete 165 neue Fälle, Tirol 156 und Kärnten 119. In Vorarlberg kamen 87 weitere Infizierte hinzu, in Salzburg 61 und im Burgenland waren es 33.

Am Samstag wurden 40.215 Impfungen durchgeführt. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfasses 2.326.018 Österreicher bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 26,1 Prozent der Bevölkerung. 851.020 und somit 9,6 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert. Am höchsten ist die Durchimpfungsrate in Tirol mit 30,4 Prozent, das aus einem Sonderkontingent der EU 100.000 Dosen extra erhalten hat. Salzburg bildet weiterhin das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 23,1 Prozent.

Fluchtmutante macht 7,5 Prozent in Tirol aus

Die besonders in Tirol in Erscheinung tretende Coronavirus-Fluchtmutante B.1.1.7/E484K ist weiter rückläufig. Nicht nur bei den aktiv positiven Fällen gab es in den vergangenen Wochen einen starken Rückgang, sondern auch der Anteil der Fälle an den Neuinfektionen war in Tirol zuletzt stark gesunken, teilte das Land mit.

Laut aktuellen Auswertungen der Statistik würden nur noch 7,5 Prozent der Neuinfektionen auf die Fluchtmutante zurückgehen, hieß es seitens des Landes. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) hatte am Sonntag noch erklärt, dass die neue Variante für die Hälfte der Neuansteckungen in Tirol verantwortlich sei. Dem widersprach das Land jedoch mit Verweis auf die aktuellen Auswertungen. Mitte April, in Kalenderwoche 15, lag der Anteil der B.1.1.7/E484K-Variante noch bei 47 Prozent aller Neuinfektionen in Tirol, in der vergangenen Woche, Kalenderwoche 17, war der Anteil jedoch auf 7,5 Prozent zurückgegangen.

Darauf angesprochen, meinte Mückstein am Sonntag am Rande eines Medientermins, Tirol habe "richtig und rasch reagiert". Man habe damit die weitere Ausbreitung der Fluchtmutante verhindern können.

Auch die Zahl der aktiv positiven Fälle der Fluchtmutante ging in Tirol weiter zurück. Waren am Samstag noch 376 aktiv positive Fälle verzeichnet worden, waren es am Sonntag noch 330. In den vergangenen elf Tagen war die B.1.1.7/E484K-Variante damit um 624 Fälle zurückgegangen.

Auf den Intensivstationen im Bundesland machte sich die Fluchtmutante ebenfalls weiter fast gar nicht bemerkbar. Von den aktuell 27 Corona-Intensivpatienten in Tirol war weiterhin nur einer dieser Variante zuzuordnen, 16 hingegen der herkömmlichen britischen Virusmutation B.1.1.7. Wegen des Auftretens der mutierten Variante war zuletzt unter anderem die Ausreisetestpflicht für Tirol bis zum 5. Mai verlängert worden.

 

(APA)