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Kryptowährungen

Die Baustellen von Bitcoin

Bitcoin steigt extrem stark, schwankt aber auch gewaltig. Für die immer wiederkehrende Verunsicherung gibt es mehrere Gründe.
Bitcoin steigt extrem stark, schwankt aber auch gewaltig. Für die immer wiederkehrende Verunsicherung gibt es mehrere Gründe.Getty Images
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Bitcoin steigt extrem stark, schwankt aber auch gewaltig. Für die immer wiederkehrende Verunsicherung gibt es mehrere Gründe. Einige Probleme lassen sich lösen, andere werden bleiben.

Wien. Wer seit einem Jahr, drei oder gar zehn Jahren Bitcoin hält, kann sich freuen. In allen Fällen hat er sein Vermögen vervielfacht – mehr als vertausendfacht oder versechsfacht. Sofern er stets die Nerven behalten hat. Denn Bitcoin neigt zu heftigen Korrekturen in kurzer Zeit oder zu tiefen Abstürzen, die sich über Jahre hinziehen und 80 Prozent betragen können. Doch warum ist das so? Die Ursache ist, dass immer wieder Zweifel aufkommen, ob der Siegeszug von Bitcoin nachhaltig ist. Das sind die Hauptprobleme von Bitcoin:

Die Staaten als Gegner. Bitcoin ist als Währung konzipiert, als dezentrale Hartwährungs-Konkurrenz zu Euro, Dollar oder zur türkischen Lira. In der Türkei erfreute sich Bitcoin wegen der ständig abwertenden Lokalwährung so hoher Beliebtheit, dass die Regierung sich veranlasst sah, Bitcoin-Zahlungen zu verbieten. Das wiederum führte kürzlich dazu, dass so viele Anleger Bitcoin abheben wollten, dass Kryptobörsen in Schwierigkeiten gerieten und sich der Chef einer solchen auf der Flucht befindet. Zwei Mrd. Dollar Vermögen könnte verloren sein. Auch Indien fährt eine restriktive Politik, was Bitcoin betrifft.

Dass alle Staaten der Welt Bitcoin verbieten, gilt jedoch als unwahrscheinlich. Insbesondere die USA dürften das nicht tun. Tyler Winklevoss, Chef der Kryptobörse Gemini, führte kürzlich in einem Podcast von Peter McCormack zahlreiche Gründe dafür an: Zu viele Jobs hängen inzwischen daran, zu viele Menschen, Unternehmen, sogar Pensionsfonds halten Kryptowährungen. Die Börsenaufsicht SEC arbeitet derzeit an neuen Regeln für Bitcoin. SEC-Kommissarin Hester Peirce hatte auf Anfrage von Journalisten bereits geantwortet, dass es sehr schwierig wäre, Bitcoin zu verbieten.

Der neue Chef der US-Börsenaufsicht, Gary Gensler, gilt als Fan von Bitcoin und Kryptowährungen. Allerdings ist zu erwarten, dass Bitcoin strenger reguliert wird, um Geldwäsche zu bekämpfen. Das muss nicht zwingend ein Nachteil für die Akzeptanz von Bitcoin sein. Jedoch dürften die Notenbanken in Bitcoin noch keine echte Konkurrenz sehen. Als Zahlungsmittel hat es sich noch kaum durchgesetzt. Und fast überall, wo man mit Bitcoin zahlen kann, ist die Recheneinheit der Euro oder der Dollar, etwa beim Kauf eines Tesla-Autos.