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Spekulationsblase

Immobilien in virtuellen Welten boomen

Skeptiker warnen bereits vor einer Spekulationsblase.
Skeptiker warnen bereits vor einer Spekulationsblase.Imago Images
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Skeptiker warnen bereits vor einer Spekulationsblase.

London. Sie heißen Decentraland, Cryptovoxel, Somnium Space oder The Sandbox und sind der neueste Hit auf dem Immobilienmarkt. Doch es geht bei ihnen nicht um Grund und Boden oder Gebäude aus Stahl und Beton, sondern um virtuelle Welten. In diesen „Metaversen“ können Nutzer als Avatare herumspazieren, Bauwerke besichtigen, sich mit Freunden treffen oder Veranstaltungen besuchen. Grundstücke, Gebäude oder Avatare in diesen Welten werden ge- und verkauft, oft schon für mehrere Hunderttausend Dollar. Es sind NFTs – Non-fungible Tokens – eine Anlageklasse, bei der Echtheit und Eigentum in einer Blockchain gespeichert werden.

Enthusiasten vergleichen das Rennen um digitale Grundstücke mit dem Run auf Internetadressen in den 1990er-Jahren. Nun will ein prominenter Name in das Geschäft einsteigen: Atari. Frederic Chesnais, früher Chef des Videospiele-Pioniers und heute Leiter der Blockchain-Sparte, plant den Aufbau eines eigenen Metaversums. Onlinewelten würden „sehr, sehr groß“ werden, begründete er den Schritt. Sebastien Borget, Mitgründer von The Sandbox, bezeichnet die Entwicklung virtueller Umgebungen gar als Geburt neuer Staaten. Die NFT-basierte Wirtschaft werde die Realwirtschaft innerhalb eines Jahrzehnts überflügeln.