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Gastkommentar

Evidenz gibt es genug

Replik auf „Impfen oder nicht?“Die Argumentation von Gudula Walterskirchen ist teilweise falsch und irreführend.

Der Text von Gudula Walterskirchen aus der Vorwoche (26.4.) soll nicht unwidersprochen bleiben. Die Autorin hat natürlich recht, dass Impfen eine höchstpersönliche Entscheidung ist. Ihre folgende Argumentation ist aber teilweise falsch und irreführend. Hier ein paar Fakten, die evidenzbasiert sind:

1. Langzeit(neben)-Wirkungen: Echte Impfnebenwirkungen treten beinah ausschließlich innerhalb der ersten beiden postvakzinalen Monate auf. Das ist Evidenz seit 100 Jahren. Jedoch: Extrem seltene Nebenwirkungen werden oft erst nach Jahrzehnten beobachtet, weil sie durch ihre Seltenheit erst offenkundig werden, wenn sehr viele Menschen geimpft worden sind. Im Fall von Covid-Impfungen überblicken wir bereits mehr als eine halbe Milliarde verabreichter Impfungen, naturgemäß haben wir bereits jetzt gute Kenntnisse auch über extrem seltene Ereignisse.

Späte Impffolgen (lange nach Impfung) sind fast immer Residuen primär frühzeitig aufgetretener Impfnebenwirkungen (z. B. postenzephalitische neurologische Störungen nach primärer Impfenzephalitis nach Pockenschutzimpfung), haben aber nichts mit Langzeitnebenwirkungen zu tun.

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