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Appell

Reich: "Impfen und Testen ist nicht dasselbe"

Katharina Reich, Generaldirektorin für Öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, blickt zuversichtlich auf die Öffnungsschritte
Katharina Reich, Generaldirektorin für Öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, blickt zuversichtlich auf die Öffnungsschritte.APA/HELMUT FOHRINGER
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Als „Tor zur Welt“ bezeichnet die Generaldirektorin für Öffentliche Gesundheit das Impfen und will dazu auch mehr informieren. Ab 17. Mai könnten Betriebe mit dem Impfen beginnen.

Mit dem heutigen Montag geht der „harte“ Lockdown auch in Wien und Niederösterreich zu Ende. Geschäfte und persönliche Dienstleister wie Friseure dürfen damit wieder öffnen. Da dort „ein sicheres Setting“ vorherrsche, seien diese Öffnungsschritte „selbstverständlich vertretbar", so Katharina Reich, Generaldirektorin für Öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium.

Die Zahlen auf den Intensivstationen sind zwar noch auf hohem Niveau - derzeit werden in Österreich rund 480 Menschen auf Intensivstationen behandelt, in Wien sind es 184 - aber der Abwärtstrend würde sich auch hier mit einer kleinen Verzögerung bemerkbar machen, so Reich im Ö1-"Morgenjournal".

Allerdings sei klar, dass mit den Öffnungsschritten auch die Zahl der Neuinfektionen kurzzeitig wieder steigen wird, diese Situation gelte es zu beobachten. In Vorarlberg etwa, das als Modellregion Mitte März auch die Gastronomie geöffnet hat, sei mit den Öffnungen „ein Gefühl der Normalität“ zurückgekehrt, so Reich. Während in der Gastronomie „und überall dort, wo es Zutrittstests gegeben hat", nur vereinzelte Fälle aufgetreten sind, seien Cluster wenn, dann im privaten, im „vermeintlich sicheren“ Bereich entstanden, so Reich. Dort sei jeder für seinen Schutz und ein „sicheres Setting“ selbst zuständig, „sonst gibt es dort wieder steigende Zahlen, die sich auf alles auswirken, und darauf müssen wir hinweisen.“

Fortschritt bei Impfungen

„Aber was nun anders ist als in den Wochen und Monaten davor, dass wir in der Zwischenzeit sehr viel geimpft haben“, so Reich. Sie erhoffe sich, dass sich auch diese Entwicklung in den Zahlen bemerkbar macht. Geimpft werden soll künftig auch in Betrieben, dort sei man bereits in den Vorbereitungen. Als offizielles Startdatum, „damit die Betriebe loslegen können“, nennt Reich den 17. Mai.

Für das Impfen gibt es einen klaren Appell und eine angekündigte Informationskampagne von der Allgemeinmedizinerin, schließlich wird vermutet, dass es bald mehr Impfdosen als Anmeldungen gibt: „Impfen ist das Tor zur Welt.“ Es werde auch beispielsweise das Reisen vereinfachen. Natürlich müsste vor diesem Hintergrund das Testen mit dem Impfen auf gleicher Ebene bewertet werden, „aber in Wahrheit ist das nicht dasselbe, muss man sagen.“ Das Testen bezeichnet sie als „das Hilfsmittel“: Es sei durchaus wichtig, um sich für einen gewissen Zeitraum sicher zu bewegen, aber es berge durchaus auch Lücken und Risiken. Das Impfen sei „der weitaus sicherere und stabilere Weg."

(bsch)